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Das hat sich 2025 für Hundebesitzer verändert – und was du jetzt konkret tun solltest

2025 bringt für dich als Hundebesitzer vor allem eins: neue Regeln und teils höhere Kosten – je nach Wohnort sehr unterschiedlich. Mehrere Städte haben die Hundesteuer angezogen, auf EU-Ebene rücken Kennzeichnung und Registrierung näher, und Bremen führt ab 2026 einen Hundeführerschein für Neuanschaffungen ein. Dazu kommen aktualisierte Reisevorgaben sowie streng überwachte Leinenzeiten in der Brut- und Setzzeit. Hier bekommst du den Überblick, was jetzt zählt und wie du dich stressfrei darauf einstellst.
Eine Darstellung von Das hat sich 2025 für Hundebesitzer verändert – und was du jetzt konkret tun solltest

1) Hundesteuer: vielerorts teurer – vor allem für „Listenhunde“

2025 haben etliche Städte und Gemeinden ihre Hundesteuer überprüft und teilweise angehoben. Besonders stark betroffen sind vielerorts sogenannte “gefährliche Hunde/Listenhunde”: In NRW zeigt der jährliche Vergleich des Bundes der Steuerzahler deutliche Aufschläge; 24 Kommunen haben 2025 die Sätze für „gefährliche Hunde“ noch einmal erhöht. Beispiel: Monheim liegt mit 1.440 € je Hund an der Spitze. „Normale“ Sätze klettern ebenfalls, regional sehr unterschiedlich. In Niedersachsen reichen die Sätze beim ersten Hund je nach Kommune von 52 € im Schnitt bis 150–158 € in einzelnen Städten. Prüfe daher unbedingt deine kommunale Satzung – hier entscheidet sich, was du zahlst.

Praxischeck:

  • Schau auf die Website deiner Stadt/Gemeinde („Hundesteuer Satzung 2025 + Ortsname“).
  • Achte auf Sonderregeln: Zweithund, Listenhund, Steuerbefreiungen (z. B. für Tierheimhunde in einzelnen Städten). In Rheinland-Pfalz etwa variieren die Sätze extrem – Mainz liegt beim ersten Hund bei 186 €, kleine Gemeinden sind deutlich günstiger.

2) EU-Kurswechsel: Kennzeichnung & Registrierung rücken näher

Im Juni 2025 hat das Europäische Parlament erstmals EU-weite Mindeststandards für Zucht, Haltung, Umgang und die Rückverfolgbarkeit von Hunden und Katzen beschlossen. Kernpunkte: Mikrochip-Kennzeichnung und Registrierung in nationalen, interoperablen Datenbanken (mit EU-Indexdatenbank), strengere Regeln gegen Qualzucht, Mindeststandards für Zucht/Unterbringung. Wichtig: Das ist noch kein finales Gesetz – der Rat der EU ist am Zug. Für dich heißt das: Es kann in den nächsten Jahren zu bundesweiten Registrierpflichten kommen; viele Bundesländer/Kommunen und Organisationen empfehlen ohnehin schon jetzt das Chippen & Registrieren (z. B. bei TASSO/Findefix).

Praxischeck (jetzt schon sinnvoll):

  • Hund chippen (falls nicht passiert) und in einem Haustierregister eintragen – das hilft im Vermisstenfall und ist absehbar EU-Standard. 

3) Länderrecht konkret: Bremen führt den Hundeführerschein ein (Start 2026)

Beschlossen im Februar 2025: Bremen hat ein neues Hundegesetz verabschiedet. Ab 1. Juli 2026 braucht jeder, der sich einen Hund anschafft, einen Hundeführerschein (Theorie vor Aufnahme des Hundes, Praxis innerhalb eines Jahres). 2025 ist das für dich vor allem als Vorwarnung relevant, wenn du in Bremen wohnst oder dorthin ziehst.

Praxischeck:

  • Wenn du in Bremen planst, 2026 einen Hund aufzunehmen: rechtzeitig für Theorie+Praxis vorbereiten (anerkannte Prüfstellen, Fristen).

4) Reisen mit Hund: Einreisebestimmungen aktualisiert nachlesen

Für EU-Reisen brauchst du weiterhin den EU-Heimtierausweis und eine gültige Tollwutimpfung. Für Einreisen aus Nicht-EU-Ländern können zusätzliche Nachweise (z. B. Tollwut-Antikörpertest) nötig sein. Welpen dürfen faktisch erst ab 15–16 Wochen reisen (Impfung frühestens ab 12 Wochen + 21 Tage bis zur Gültigkeit). Prüfe vor jeder Reise die aktuellen Vorgaben; 2025 haben Behörden und Verbände ihre Infoseiten aktualisiert.

Praxischeck (vor Abfahrt):

  • Impfstatus checken, Länderregeln/Transitländer prüfen; bei Drittstaaten die Botschaftsseiten konsultieren.

5) Leinenpflicht in der Brut- und Setzzeit: 2025 erneut im Fokus

Wie jedes Jahr gilt in vielen Bundesländern während Brut-/Setzzeit (regional z. B. 1. 3.–15. 7.) eine verschärfte Leinenpflicht zum Schutz von Wildtieren. Die genauen Fristen und Regeln sind Ländersache und teils sogar gemeindlich geregelt – 2025 haben Medien und Ratgeber erneut darauf hingewiesen. Prüfe die lokalen Verordnungen, vor allem in Schutzgebieten.

6) Alltagsformalitäten: kleine, aber praktische Änderungen vor Ort

Einige Städte haben 2025 Abläufe modernisiert. Beispiel Krefeld: Die Stadt verzichtet seit 2025 auf die physische Hundesteuermarke – die Anmeldung bleibt Pflicht, aber du musst keine Plakette mehr anbringen. Solche Detailregeln können dir Wege und Post ersparen, sind aber kommunal sehr unterschiedlich.

Einordnung: Was nicht endgültig ist (Stand: 28.10.2025)

  • EU-Vorgaben zu Kennzeichnung/Registrierung & Zuchtstandards sind 2025 Parlamentspositionen, noch keine endgültige Verordnung. Es kann Übergangsfristen geben – behalte die Nachrichten im Blick.
  • Bundesweite Registrierungspflicht in Deutschland: politisch diskutiert und im Kontext der EU-Initiative wahrscheinlicher, aber 2025 noch nicht in Kraft.