Ernährung

Hundefutter-Test: „Taste the world - Lamm mit Cous Cous“ von schesir

Die Dose von vorne, diesmal mit blauer Schrift
Die Dose von vorne, diesmal mit blauer Schrift
Nachdem wir uns bereits die Sorte Taste the world - Thai Coconut Chicken näher angesehen haben, war für uns klar, dass wir auch einer weiteren kulinarisch etwas ungewöhnlicheren Variante von Schesir eine Chance geben möchten. Diesmal geht es in Richtung Mittelmeer: Lamm, Couscous, Kichererbsen und Karotten bilden die Basis von Taste the world - Lamm mit Cous Cous.

Gekauft haben wir die 150-Gramm-Dose bei ZooPlus. Als Testerin war wieder unsere mittlerweile 11-jährige Hündin Ylvie im Einsatz. Mit ihren rund 20 Kilogramm, einem sensiblen Magen und einer durchaus vorhandenen Meinung darüber, was in ihren Napf gehört und was nicht, eignet sie sich ziemlich gut für einen solchen Praxistest.

Wir haben das Nassfutter über einen Zeitraum von mehr als einem Monat ausprobiert. Wichtig dabei: Bei uns diente es nicht als Hauptfutter, sondern mittags als kleiner Snack zwischen den regulären Mahlzeiten. Unsere Erfahrungen mit Verträglichkeit und Akzeptanz beziehen sich daher genau auf diese Art der Fütterung.

Der Hersteller Schesir

Schesir ist eine Marke der italienischen Schesir S.p.A. Der eingetragene Firmensitz befindet sich in Mailand, während der Verwaltungssitz in Genua liegt.

Das Sortiment beschränkt sich längst nicht nur auf klassisches Nassfutter. Schesir bietet Produkte für Hunde und Katzen an, darunter Nass- und Trockenfutter, Snacks sowie Ergänzungsprodukte. Auf der Herstellerseite wird die Ernährung möglichst nah an den natürlichen Bedürfnissen der Tiere in den Mittelpunkt gestellt. Dabei wirbt Schesir unter anderem mit echtem Fleisch beziehungsweise Fisch, möglichst wenig verarbeiteten Zutaten sowie einer bedarfsgerechten Ergänzung mit Vitaminen und Mineralstoffen.

Verlässliche und ausreichend konkrete Angaben zum ursprünglichen Gründungsjahr, zur heutigen Unternehmensgröße oder dazu, welche Produkte vollständig in eigenen Produktionsstätten hergestellt werden, konnten wir nicht eindeutig bestätigen. Deshalb möchten wir an dieser Stelle lieber keine Vermutungen anstellen.

Die Reihe Taste the World ist speziell als vollständiges und ausgewogenes Nassfutter für ausgewachsene Hunde konzipiert. Die verschiedenen Rezepte orientieren sich geschmacklich an Gerichten beziehungsweise Küchen aus unterschiedlichen Regionen der Welt.

Zusammensetzung: Was steckt in der Dose?

Die Zutatenliste von Taste the world - Lamm mit Cous Cous lautet:

Lamm 34 %, davon Leber 14 % und Herz 14 %, Hühnerbrühe 32 %, Huhn 12 %, Couscous 10 %, Kichererbsen 4 %, Karotten 3 %, Mineralstoffe, raffiniertes Sonnenblumenöl, Tapiokastärke, Kurkumapulver 0,1 % und Thunfischöl.

Was uns zunächst positiv auffällt: Die wichtigsten Zutaten werden nicht nur allgemein benannt, sondern größtenteils mit Prozentangaben versehen. Gerade beim Lamm geht Schesir vergleichsweise transparent vor. Von insgesamt 34 % Lamm entfallen 14 % auf Leber und weitere 14 % auf Herz. Bei den verbleibenden 6 % wird allerdings nicht weiter erläutert, um welche Bestandteile des Lamms es sich genau handelt.

Zusammen mit den 12 % Huhn kommen wir auf mindestens 46 % ausdrücklich deklarierte tierische Bestandteile, wobei die Hühnerbrühe dabei noch nicht mitgerechnet ist. Das ist für ein Nassfutter zunächst eine solide Basis. Allerdings sollte man beachten, dass es sich trotz der hervorgehobenen Geschmacksrichtung Lamm keineswegs um ein reines Lammfutter oder ein Monoprotein-Produkt handelt. Neben Lamm sind auch Huhn, Hühnerbrühe und Thunfischöl enthalten. Für eine Ausschlussdiät oder Hunde, die beispielsweise Huhn nicht vertragen, wäre die Sorte daher nicht die passende Wahl.

Was bringen die einzelnen Zutaten?

Lamm liefert tierisches Eiweiß. Besonders interessant ist die genauere Aufschlüsselung in Leber und Herz. Herz besteht überwiegend aus Muskelgewebe und liefert unter anderem Protein sowie verschiedene Mikronährstoffe. Leber ist besonders nährstoffreich und enthält unter anderem Vitamin A, verschiedene B-Vitamine sowie Mineralstoffe.

Hühnerbrühe macht mit 32 % einen großen Teil der Rezeptur aus und trägt vor allem zum hohen Flüssigkeitsanteil bei. Das passt zur von Schesir beworbenen Brühenkonsistenz. Sie ist allerdings nicht mit 32 % Fleisch gleichzusetzen.

Huhn ist mit 12 % eine weitere tierische Proteinquelle. Hier wäre eine genauere Deklaration der verwendeten Bestandteile noch informativer gewesen.

Couscous macht immerhin 10 % des Futters aus und liefert hauptsächlich Kohlenhydrate. Gleichzeitig sorgt er für die für diese Produktlinie charakteristische Rezeptur.

Kichererbsen bringen vor allem Kohlenhydrate, pflanzliches Protein und Ballaststoffe in die Rezeptur ein.

Karotten liefern unter anderem Ballaststoffe und Carotinoide.

Sonnenblumenöl dient als Fettquelle und liefert vor allem Linolsäure, eine essentielle Omega-6-Fettsäure. Dass das Öl ausdrücklich als raffiniert bezeichnet wird, ist immerhin transparent angegeben.

Tapiokastärke ist eine pflanzliche Stärke und dürfte in einer solchen Nassfutterrezeptur unter anderem für Konsistenz und Bindung sorgen.

Kurkuma ist mit 0,1 % enthalten. Bei einer derart kleinen Menge würden wir daraus allerdings keine besonderen gesundheitlichen Wirkungen ableiten.

Thunfischöl liefert Fette und kann insbesondere langkettige Omega-3-Fettsäuren beitragen. Wie hoch deren tatsächlicher Gehalt im fertigen Futter ist, wird allerdings nicht angegeben.

Ist das Futter getreidefrei?

Nein. Durch den Anteil von 10 % Couscous ist Taste the world - Lamm mit Cous Cous nicht getreidefrei. Couscous wird üblicherweise aus Hartweizengrieß hergestellt und gehört damit zu den Getreidebestandteilen.

Das ist für einen gesunden Hund grundsätzlich nicht automatisch ein Qualitätsmangel. Wer jedoch bewusst ein getreidefreies Futter sucht oder dessen Hund Weizen beziehungsweise Gluten nicht verträgt, sollte eine andere Sorte wählen.

Analytische Bestandteile und Nährwerte

Schesir gibt folgende analytische Bestandteile an:

Analytischer BestandteilGehalt
Protein8 %
Rohfett4 %
Rohasche2 %
Rohfaser0,5 %
Feuchtigkeit82 %
Calcium0,34 %
Phosphor0,32 %

Der Feuchtigkeitsgehalt von 82 % passt gut zu einem Nassfutter mit deutlichem Brühenanteil.

Die 8 % Protein sehen auf den ersten Blick möglicherweise nicht besonders hoch aus. Bei Nassfutter darf man jedoch nicht vergessen, dass mehr als vier Fünftel des Produktes aus Wasser bestehen. Bezogen auf die verbleibende Trockenmasse von 18 % entsprechen 8 % Rohprotein rechnerisch rund 44,4 % Protein in der Trockenmasse. Beim Fett sind es entsprechend etwa 22,2 % der Trockenmasse.

Wie hoch ist der NFE-Gehalt?

Der NFE-Wert wird nicht direkt angegeben, lässt sich aber näherungsweise aus den analytischen Bestandteilen berechnen:

100 - 82 % Feuchtigkeit - 8 % Protein - 4 % Fett - 2 % Rohasche - 0,5 % Rohfaser = 3,5 % NFE

Damit liegt der rechnerische NFE-Gehalt in der Originalsubstanz bei etwa 3,5 %.

Bezogen auf die Trockenmasse ergibt das rund 19,4 % NFE.

Der NFE-Wert umfasst vereinfacht gesagt hauptsächlich die rechnerisch ermittelten stickstofffreien Extraktstoffe und wird häufig als Näherung für den Kohlenhydratanteil verwendet. Es handelt sich allerdings nicht um einen direkt analysierten Wert. Kleine Abweichungen sind deshalb möglich.

Bei einer Rezeptur mit 10 % Couscous, 4 % Kichererbsen und zusätzlich Tapiokastärke überrascht ein gewisser Kohlenhydratanteil nicht.

Das Verhältnis von Calcium zu Phosphor beträgt anhand der Herstellerwerte rechnerisch etwa 1,06 : 1. Eine vollständige ernährungsphysiologische Beurteilung allein anhand dieses Verhältnisses wäre jedoch zu kurz gegriffen, da beispielsweise Angaben zur Energiedichte des Futters fehlen.

Vitamine, Mineralstoffe und Zusatzstoffe

Bei den Zusatzstoffen ist Schesir erfreulich ausführlich. Die offizielle Deklaration nennt pro Kilogramm unter anderem Eisen, Zink, Mangan, Jod, Selen, Vitamin D3, Cholin sowie die Vitamine A, E und mehrere B-Vitamine.

Die Angaben lauten:

ZusatzstoffMenge pro kg
Eisen15 mg
Zink22 mg
Mangan4,5 mg
Jod0,9 mg
Vitamin D3390 IE
Selen0,02 mg
Cholinchlorid560 mg
Vitamin A19.500 IE
Vitamin E30 mg
Vitamin B160 mg
Vitamin B24,8 mg
Vitamin B330 mg
Vitamin B53 mg
Vitamin B62,4 mg
Vitamin B70,3 mg
Vitamin B91,2 mg
Vitamin B120,12 mg

Die einzelnen Stoffe übernehmen unterschiedliche Aufgaben im Organismus. Eisen ist beispielsweise für den Sauerstofftransport im Blut wichtig, während Zink unter anderem Haut, Fell und Immunsystem unterstützt. Mangan spielt bei verschiedenen Stoffwechselvorgängen eine Rolle, Jod ist für die Bildung von Schilddrüsenhormonen erforderlich und Selen gehört zu den wichtigen antioxidativ wirkenden Spurenelementen.

Vitamin D3 ist am Calcium- und Phosphorstoffwechsel beteiligt. Vitamin A ist unter anderem für Sehvorgänge, Haut und Immunsystem relevant, während Vitamin E als Antioxidans zum Schutz der Zellen beiträgt.

Die unterschiedlichen B-Vitamine sind unter anderem am Energie- und Nährstoffstoffwechsel, an der Funktion des Nervensystems und an der Zellbildung beteiligt. Cholin übernimmt wiederum wichtige Aufgaben im Fettstoffwechsel und ist Bestandteil von Zellmembranen.

Dass ein Alleinfuttermittel entsprechend mit Vitaminen und Mineralstoffen ergänzt wird, ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches, sondern notwendig, um eine bedarfsdeckende Rezeptur zu ermöglichen.

Wie transparent ist die Deklaration?

Unterm Strich würden wir die Deklaration als gut, aber nicht bis ins letzte Detail transparent einstufen.

Positiv sind vor allem die Prozentangaben der Hauptzutaten. Lamm wird mit 34 %, Huhn mit 12 %, Couscous mit 10 %, Kichererbsen mit 4 % und Karotten mit 3 % klar beziffert. Besonders die Aufschlüsselung von Lammleber und Lammherz gefällt uns.

Etwas genauer könnte es beim Huhn sowie bei den restlichen 6 % des Lamms werden. Auch Sonnenblumenöl, Tapiokastärke und Thunfischöl besitzen keine Mengenangaben. Wie hoch beispielsweise der tatsächliche Omega-3-Gehalt durch das Thunfischöl ist, können wir deshalb nicht beurteilen.

Die analytischen Werte einschließlich Calcium und Phosphor sowie die ausführliche Liste der ernährungsphysiologischen Zusatzstoffe sind dagegen ein Pluspunkt.

Hochwertiges oder minderwertiges Hundefutter?

Als minderwertig würden wir die Zusammensetzung auf keinen Fall bezeichnen.

Für das Futter sprechen die klar benannten tierischen Zutaten, der hohe Anteil konkret deklarierter Lammorgane, die nachvollziehbare Zutatenliste und die ausführlichen Angaben zu Vitaminen und Mineralstoffen. Auch auf ungenaue Sammelbegriffe bei den eigentlichen tierischen Bestandteilen wird weitgehend verzichtet.

Auf der anderen Seite handelt es sich auch nicht um eine kompromisslos fleischbetonte Rezeptur. Ein erheblicher Teil der Dose besteht aus Hühnerbrühe, dazu kommen 10 % Couscous, Kichererbsen und Tapiokastärke. Die genaue Menge einiger Zutaten bleibt offen.

Für uns landet das Futter damit qualitativ im soliden bis guten Bereich, wobei der relativ hohe Verkaufspreis die Ansprüche an die Rezeptur entsprechend erhöht. Gerade beim Preis-Leistungs-Verhältnis müssen wir deshalb etwas genauer hinschauen.

Unser Praxistest mit Ylvie

Papier ist bekanntlich geduldig. Am Ende muss ein Futter vor allem einem gefallen: dem Hund.

Und Ylvie hat ihre Meinung ziemlich eindeutig zum Ausdruck gebracht.

Schon beim Öffnen macht der Inhalt einen ordentlichen und appetitlichen Eindruck. Auch der Geruch gefällt uns persönlich gut. Er ist wahrnehmbar, aber für unser Empfinden angenehm und nicht so penetrant, wie es bei manchen Nassfuttersorten der Fall sein kann.

Positiv überrascht hat uns außerdem etwas ganz Banales: Der Inhalt ließ sich erstaunlich problemlos aus der Dose lösen. Wer regelmäßig Nassfutter füttert und schon mit Löffel und Gabel den letzten hartnäckigen Rest aus einer Dose gekratzt hat, weiß, dass solche Kleinigkeiten im Alltag durchaus angenehm sein können.

Die Verpackung gefällt uns ebenfalls. Sie wirkt modern und ansprechend, und die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen der Taste-the-World-Reihe lassen sich durch verschiedene Farben gut voneinander unterscheiden.

Bei Ylvie mussten wir uns über die Akzeptanz überhaupt keine Gedanken machen. Unsere normalerweise durchaus wählerische Hündin fand die Sorte offensichtlich großartig und hat ihre Portion in Rekordzeit aufgefressen.

Das ist natürlich ein rein subjektiver Praxiseindruck und sagt nichts darüber aus, ob jeder Hund das Futter genauso gerne mögen wird. Für unseren Testhund war die Akzeptanz allerdings ausgezeichnet.

Auch bei der Verträglichkeit können wir nach unserem mehr als einmonatigen Test bislang nichts Negatives feststellen. Ylvie scheint das Futter gut zu vertragen. Da wir Taste the world - Lamm mit Cous Cous allerdings lediglich als Snack am Mittag und nicht als vollständige Tagesration gefüttert haben, möchten wir diese Erfahrung auch nicht weiter verallgemeinern.

Fütterungsempfehlung

Die Fütterungshinweise auf der Dose sind grundsätzlich leicht zu verstehen. Etwas mehr Abstufungen wären aus unserer Sicht trotzdem hilfreich. Gerade bei Hunden, deren Gewicht zwischen den aufgeführten Beispielen liegt, muss der Halter die benötigte Menge selbst entsprechend anpassen.

Interessanterweise gibt es bei den derzeit auffindbaren Angaben zudem Unterschiede: Auf der aktuellen internationalen Produktseite von Schesir werden drei Gewichtsklassen von 2 bis 10 Kilogramm mit einer Empfehlung in Dosen pro Tag angegeben. Für unsere nachfolgenden Kostenbeispiele verwenden wir deshalb ausdrücklich die Fütterungsmengen, die uns für den Test beziehungsweise die hier geprüfte Produktangabe vorliegen.

Dabei handelt es sich um:

Gewicht des HundesTagesmenge
5 kg400 g
10 kg650 g
20 kg1.150 g
30 kg1.650 g

Die tatsächliche Futtermenge eines Hundes hängt natürlich zusätzlich unter anderem von Alter, Aktivität, Körperzustand und Gesamtenergiebedarf ab.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Unsere 150-Gramm-Dose hat bei ZooPlus 2,49 Euro gekostet.

Damit ergeben sich:

  • 1,66 Euro pro 100 Gramm
  • 16,60 Euro pro Kilogramm

Das ist für Nassfutter eindeutig kein günstiger Preis.

Zum Vergleich: Selbst einige etablierte Premium-Nassfutter liegen bei ZooPlus aktuell darunter. Terra Canis kostet beispielsweise je nach Variante und Packungsgröße rund 12 bis 13 Euro pro Kilogramm, während klassische Produkte wie RINTI oder animonda in größeren Dosen teilweise nur etwa 3 bis 4,50 Euro pro Kilogramm kosten. Solche Vergleiche sind wegen unterschiedlicher Rezepturen, Packungsgrößen und Angebotsformen natürlich nicht vollkommen eins zu eins übertragbar. Sie zeigen aber recht deutlich, in welcher Preisregion sich Schesir bewegt.

Die kleine 150-Gramm-Dose treibt den Kilopreis zusätzlich nach oben. Für kleine Hunde oder als gelegentliche besondere Portion kann die kleine Menge praktisch sein. Wer einen mittelgroßen oder großen Hund ausschließlich mit diesem Futter versorgen möchte, bekommt den hohen Kilopreis dagegen sehr deutlich zu spüren.

Was kostet das Futter im Monat?

Für die Berechnung nehmen wir einen Monat mit 30 Tagen und den von uns gezahlten Preis von 2,49 Euro je 150-Gramm-Dose. Angebrochene Dosen werden rechnerisch über mehrere Mahlzeiten vollständig berücksichtigt.

Gewicht des HundesFutter pro TagDosen in 30 TagenKosten pro TagKosten in 30 Tagen
5 kg400 g80 Dosen6,64 €199,20 €
10 kg650 g130 Dosen10,79 €323,70 €
20 kg1.150 g230 Dosen19,09 €572,70 €
30 kg1.650 g330 Dosen27,39 €821,70 €

Die Zahlen machen den entscheidenden Punkt beim Preis-Leistungs-Verhältnis ziemlich deutlich. Bei einem kleinen Hund kann man den höheren Einzelpreis noch eher verschmerzen. Bei einem 20 oder 30 Kilogramm schweren Hund wird eine ausschließliche Fütterung dagegen ausgesprochen kostspielig.

Für unsere Ylvie und die von uns gewählte Nutzung als Mittagsportion beziehungsweise besonderer Snack fällt dieser Nachteil deutlich weniger ins Gewicht. Genau für solche Einsatzbereiche finden wir die kleine Dose sogar recht praktisch.

Die Zusammensetzung liefert aus unserer Sicht einen ordentlichen Gegenwert, kann den sehr hohen Kilopreis aber nicht vollständig relativieren. In dieser Preisklasse hätten wir beispielsweise gegen eine noch präzisere Deklaration der tierischen Bestandteile und der verwendeten Öle nichts einzuwenden.

Taste the world - Lamm mit Cous Cous von Schesir

Taste the world - Lamm mit Cous Cous hat bei uns vor allem im Praxistest viele Sympathiepunkte gesammelt. Ylvie war von der ersten Portion an begeistert, und das will bei einer wählerischen Hündin schon etwas heißen. Auch nach mehr als einem Monat konnten wir bei unserer Nutzung als zusätzliche Mittagsportion keine Probleme mit der Verträglichkeit feststellen.

Uns gefällt außerdem, dass Schesir die Hauptzutaten relativ offen deklariert. Besonders die genaue Angabe von Lammleber und Lammherz ist positiv. Mit Couscous, Kichererbsen und Karotten geht die Rezeptur bewusst einen etwas anderen Weg als das typische Fleisch-Gemüse-Nassfutter.

Wer ein getreidefreies oder besonders fleischreiches Futter sucht, findet allerdings passendere Alternativen. Ebenso sollte niemand übersehen, dass neben Lamm auch Huhn und Thunfischöl enthalten sind.

Der größte Kritikpunkt bleibt für uns der Preis. 16,60 Euro pro Kilogramm sind selbst für ein Premium-Nassfutter viel Geld. Gerade für mittelgroße und große Hunde wird die ausschließliche Fütterung dadurch schnell zu einem erheblichen monatlichen Kostenfaktor.

Als besondere Mahlzeit, für kleinere Hunde oder als Ergänzung im Speiseplan gefällt uns das Konzept hingegen wesentlich besser. Geschmacklich hat Ylvie jedenfalls keinerlei Zweifel aufkommen lassen.

Pluspunkte

  • Lammanteil mit 34 % klar angegeben
  • Lammleber und Lammherz einzeln deklariert
  • Insgesamt mindestens 46 % klar deklarierte tierische Bestandteile aus Lamm und Huhn
  • Hauptzutaten überwiegend mit Prozentangaben
  • Calcium und Phosphor werden ausgewiesen
  • Ausführliche Deklaration der ernährungsphysiologischen Zusatzstoffe
  • Hoher Feuchtigkeitsgehalt von 82 %
  • In unserem Test sehr hohe Akzeptanz
  • Von Ylvie im Testzeitraum als Zusatzportion gut vertragen
  • Für unser Empfinden angenehmer Geruch und appetitliche Optik

Minuspunkte

  • Mit 16,60 €/kg vergleichsweise teuer
  • Nicht getreidefrei
  • Kein Monoprotein: enthält Lamm, Huhn und Thunfischöl
  • Einige Zutaten wie Öle und Tapiokastärke ohne Mengenangabe
  • Huhn wird nicht genauer aufgeschlüsselt
  • Fütterungsempfehlungen könnten ausführlicher abgestuft sein
  • Keine Angabe zur Energiedichte in den von uns geprüften Produktinformationen

Unsere Einordnung: Ein interessantes und ordentlich deklariertes Nassfutter mit guter Zutatenbasis und ausgezeichnetem Praxiseindruck bei unserer Testhündin. Qualitativ sehen wir Taste the world - Lamm mit Cous Cous im soliden bis guten Bereich. Beim Preis gehört es allerdings klar zu den teureren Nassfuttern. Wer Abwechslung sucht und bereit ist, für das ungewöhnliche Rezept und die kleine Portionsgröße mehr auszugeben, bekommt ein durchaus gelungenes Produkt. Für die dauerhafte Alleinfütterung eines größeren Hundes würden wir angesichts des hohen Kilopreises das Preis-Leistungs-Verhältnis kritischer beurteilen.