Zum Hauptinhalt springen

Bluthochdruck

Eine Darstellung von Bluthochdruck

Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, ist ein Zustand, bei dem der Blutdruck in den Arterien zu hoch ist. Das kann zu verschiedenen Gesundheitsproblemen führen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenversagen oder Schlaganfall. Auch Hunde können an Bluthochdruck leiden, vor allem im Alter oder wenn sie andere Erkrankungen haben, wie Diabetes, Cushing-Syndrom oder Nierenerkrankungen. In diesem Artikel erfährst du mehr über die Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlung von Bluthochdruck bei Hunden.

Ursachen von Bluthochdruck bei Hunden

Bluthochdruck bei Hunden kann verschiedene Ursachen haben. Manche Hunde haben einen primären Bluthochdruck, das heißt, es gibt keine erkennbare Grunderkrankung, die den hohen Blutdruck verursacht. Das kommt aber eher selten vor. Meistens liegt ein sekundärer Bluthochdruck vor, das heißt, der hohe Blutdruck ist eine Folge einer anderen Erkrankung oder eines anderen Faktors. Zu den häufigsten Ursachen von sekundärem Bluthochdruck bei Hunden gehören:

  • Nierenerkrankungen: Die Nieren sind für die Regulierung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts im Körper verantwortlich. Wenn die Nierenfunktion gestört ist, kann sich Flüssigkeit im Körper ansammeln und den Blutdruck erhöhen. Außerdem können die Nieren Hormone freisetzen, die den Blutdruck steigern.
  • Endokrine Erkrankungen: Das sind Erkrankungen, die das Hormonsystem betreffen. Dazu gehören zum Beispiel Diabetes mellitus, Cushing-Syndrom oder Hyperthyreose. Diese Erkrankungen können den Stoffwechsel und den Blutzuckerspiegel beeinflussen und zu einer vermehrten Freisetzung von Stresshormonen führen, die den Blutdruck erhöhen.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Das sind Erkrankungen, die das Herz oder die Blutgefäße betreffen. Dazu gehören zum Beispiel Herzmuskelschwäche, Herzklappenfehler oder Verengung der Arterien. Diese Erkrankungen können die Pumpleistung des Herzens verringern oder den Widerstand in den Blutgefäßen erhöhen und so den Blutdruck steigern.
  • Medikamente: Manche Medikamente können als Nebenwirkung den Blutdruck erhöhen. Dazu gehören zum Beispiel Kortisonpräparate, Schmerzmittel oder Appetitzügler. Wenn dein Hund solche Medikamente bekommt, solltest du regelmäßig seinen Blutdruck kontrollieren lassen.
  • Übergewicht: Übergewicht kann zu einer erhöhten Belastung des Herz-Kreislauf-Systems führen und den Blutdruck steigern. Außerdem kann Übergewicht zu einer Insulinresistenz führen, die wiederum zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel und einem gesteigerten Stresshormonspiegel führt.
  • Stress: Stress kann zu einer Ausschüttung von Adrenalin und anderen Stresshormonen führen, die den Herzschlag und den Blutdruck erhöhen. Stress kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, wie Lärm, Angst oder Schmerz.

Symptome von Bluthochdruck bei Hunden

Bluthochdruck bei Hunden kann lange Zeit unbemerkt bleiben, da er oft keine spezifischen Symptome verursacht. Erst wenn der Blutdruck sehr hoch ist oder wenn er zu Organschäden führt, können sich Anzeichen bemerkbar machen. Zu den möglichen Symptomen von Bluthochdruck bei Hunden gehören:

  • Kopfschmerzen: Dein Hund kann an Kopfschmerzen leiden, die sich durch Unruhe, Jaulen oder vermehrtes Kratzen am Kopf äußern können.
  • Sehstörungen: Der hohe Blutdruck kann zu einer Schädigung der Netzhaut führen, die für das Sehen verantwortlich ist. Das kann zu einer verminderter Sehschärfe, einem Verlust des peripheren Sehens oder sogar zu einer Erblindung führen. Dein Hund kann an Sehstörungen leiden, die sich durch Stolpern, Anstoßen oder Orientierungslosigkeit äußern können.
  • Nasenbluten: Der hohe Blutdruck kann zu einer Ruptur von kleinen Blutgefäßen in der Nase führen, die zu einem Nasenbluten führen kann. Dein Hund kann an Nasenbluten leiden, das sich durch Blutspuren in der Nase, im Maul oder auf dem Boden äußern kann.
  • Ohnmacht: Der hohe Blutdruck kann zu einer Minderdurchblutung des Gehirns führen, die zu einer Ohnmacht führen kann. Dein Hund kann an Ohnmacht leiden, die sich durch einen plötzlichen Bewusstseinsverlust, ein Zusammenbrechen oder ein Zittern äußern kann.
  • Herzrasen: Der hohe Blutdruck kann zu einer Überlastung des Herzens führen, die zu einer erhöhten Herzfrequenz führen kann. Dein Hund kann an Herzrasen leiden, das sich durch einen schnellen oder unregelmäßigen Herzschlag äußern kann.
  • Atemnot: Der hohe Blutdruck kann zu einer Flüssigkeitsansammlung in der Lunge führen, die zu einer Atemnot führen kann. Dein Hund kann an Atemnot leiden, die sich durch eine schnelle oder erschwerte Atmung, ein Keuchen oder ein Husten äußern kann.

Diagnose von Bluthochdruck bei Hunden

Um Bluthochdruck bei Hunden zu diagnostizieren, muss der Tierarzt den Blutdruck messen. Dazu wird eine Manschette um den Vorderlauf des Hundes gelegt und mit einem Gerät verbunden, das den Druck in den Arterien misst. Die Messung sollte mehrmals wiederholt werden, um einen Durchschnittswert zu ermitteln. Außerdem sollte der Tierarzt andere Faktoren berücksichtigen, die den Blutdruck beeinflussen können, wie Stress, Aufregung oder Medikamente.

Der normale Blutdruck bei Hunden liegt zwischen 120 und 140 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) für den systolischen Wert (der höhere Wert) und zwischen 60 und 80 mmHg für den diastolischen Wert (der niedrigere Wert). Wenn der systolische Wert über 160 mmHg oder der diastolische Wert über 100 mmHg liegt, spricht man von einem Bluthochdruck.

Neben der Blutdruckmessung sollte der Tierarzt auch eine körperliche Untersuchung durchführen und nach möglichen Symptomen oder Ursachen von Bluthochdruck suchen. Dazu gehören zum Beispiel eine Überprüfung der Augen, des Herzens und der Lunge. Außerdem sollte der Tierarzt eine Blutuntersuchung und eine Urinuntersuchung machen, um den Zustand der Nieren und anderer Organe zu beurteilen.

Behandlung von Bluthochdruck bei Hunden

Die Behandlung von Bluthochdruck bei Hunden hängt von der Schwere und der Ursache des hohen Blutdrucks ab. In manchen Fällen reicht es aus, die Grunderkrankung zu behandeln, die den hohen Blutdruck verursacht. Zum Beispiel können Nierenerkrankungen mit einer speziellen Diät, Flüssigkeitstherapie oder Medikamenten behandelt werden. Endokrine Erkrankungen können mit Hormonpräparaten oder anderen Medikamenten behandelt werden. Herz-Kreislauf-Erkrankungen können mit Medikamenten behandelt werden, die die Herzfunktion verbessern oder die Blutgefäße erweitern.

 

Die Autoren gehen davon aus, dass bei Erkrankung eines Tieres ein Tierarzt aufgesucht werden sollte und Medikamente nur nach Absprache mit einem Arzt oder Apotheker eingenommen werden sollten. Nur eine individuelle Untersuchung kann zu einer Diagnose und Therapieentscheidung führen.

Wir helfen dir den nächsten Tierarzt zu finden → Hier entlang