Was ist Eiche?
Eiche ist eine Pflanzengattung, die aus über 600 verschiedenen Arten besteht. Die bekannteste Art in Deutschland ist die Stieleiche oder Sommereiche (Quercus robur), die bis zu 40 Meter hoch werden kann. Die Eiche hat eine tief gefurchte Rinde und sommergrüne Blätter, die an den Rändern eingebuchtet sind. Die Blüte ist unscheinbar, die Früchte sind die Eicheln, die im Herbst von den Bäumen fallen.
Warum ist Eiche giftig für Hunde?
Alle Teile der Eiche sind für Hunde giftig, besonders aber die Eicheln. Das liegt daran, dass sie Tannine enthalten. Tannine sind Gerbstoffe, die in vielen Pflanzen vorkommen und eine adstringierende Wirkung haben. Das bedeutet, dass sie die Schleimhäute zusammenziehen und austrocknen. Außerdem hemmen sie die Verdauungsenzyme und beeinträchtigen die Nierenfunktion.
Wenn Hunde Eicheln fressen, können sie daher Magen-Darm-Probleme wie Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung bekommen. In schlimmen Fällen kann es zu Koliken, Blutungen, Gelbsucht oder Nierenversagen kommen. Auch wenn die Prognose für eine Heilung relativ gut ist, kann ein Hund bei einer dauerhaften Aufnahme von rohen Eicheln sogar sterben.
Wie erkenne ich eine Vergiftung bei meinem Hund?
Eine Vergiftung durch Eicheln kann sich je nach Menge und Dauer der Aufnahme unterschiedlich äußern. Die häufigsten Symptome sind:
- Erbrechen
- Durchfall oder Verstopfung
- Appetitlosigkeit
- Apathie
- Koliken
- Blutiger Durchfall
- Verminderter Durst
- Verminderter Urinabsatz bis hin zum Versagen des Urinabsatzes
- Gelbliche Schleimhäute
Wenn du eines oder mehrere dieser Symptome bei deinem Hund bemerkst, solltest du sofort zum Tierarzt gehen. Eine Vergiftung durch Eicheln ist immer ein eiliger Notfall und kann lebensbedrohlich sein.
Wie wird eine Vergiftung behandelt?
Der Tierarzt wird versuchen, das Gift aus dem Körper deines Hundes zu leiten und die spezifischen Vergiftungs-Symptome zu mindern. Um das Gift der Eiche aus dem Körper zu leiten, gibt es unterschiedliche Methoden:
- Aktivkohle: Die Gabe von Aktivkohle bindet das Gift im Magen und verhindert seine weitere Aufnahme in den Blutkreislauf.
- Erbrechen: Der Tierarzt kann deinen Hund mithilfe spezieller Medikamente erbrechen lassen oder seinen Magen auspumpen, um restliche Anteile aus dem Magen zu transportieren.
- Infusion: Eine Infusion mit Flüssigkeit und Elektrolyten unterstützt die Nierenfunktion und hilft bei der Ausscheidung des Giftes.
- Symptomatische Therapie: Je nach Schweregrad der Vergiftung kann der Tierarzt weitere Medikamente verabreichen, um Schmerzen zu lindern, Entzündungen zu hemmen oder Blutungen zu stoppen.
Die Dauer und der Erfolg der Behandlung hängen von der Menge und dem Zeitpunkt der Aufnahme der Eicheln ab. In der Regel erholen sich die meisten Hunde innerhalb von einigen Tagen bis Wochen vollständig.
Wie kann ich eine Vergiftung vorbeugen?
Die beste Vorbeugung ist, deinen Hund von Eichen fernzuhalten. Wenn du mit deinem Hund spazieren gehst, achte darauf, dass er keine Eicheln aufnimmt oder an Ästen oder Blättern der Eiche knabbert. Besonders im Herbst solltest du vorsichtig sein, wenn die Eicheln von den Bäumen fallen. Wenn du einen Garten hast, in dem eine Eiche steht, solltest du regelmäßig die Eicheln aufsammeln und entsorgen.
Außerdem kannst du deinem Hund beibringen, nur das zu fressen, was du ihm gibst. Das schützt ihn nicht nur vor Eicheln, sondern auch vor anderen giftigen Pflanzen oder Substanzen. Du kannst deinem Hund zum Beispiel das Kommando \"Aus\" oder \"Nein\" beibringen, um ihm zu signalisieren, dass er etwas fallen lassen soll.