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Elsbeere

Eine Darstellung von Elsbeere
Berry from the Amelanchier lamarckii, also called juneberry, serviceberry or shadbush

Die Elsbeere ist eine seltene und wertvolle Baumart, die in Mitteleuropa heimisch ist. Die Früchte der Elsbeere sind essbar und schmecken süß-säuerlich. Doch sind sie auch für Hunde geeignet? In diesem Artikel erfährst du, was die Elsbeere ist, welche Vor- und Nachteile sie für Hunde hat und wie du sie deinem Vierbeiner anbieten kannst.

Was ist Elsbeere?

Die Elsbeere (Sorbus torminalis) gehört zur Familie der Rosengewächse und ist mit dem Apfel verwandt. Der Name leitet sich vom althochdeutschen Wort els" für Erle ab. Tatsächlich hat die Elsbeere ähnliche Blätter wie die Erle, aber kleinere und rundlichere Früchte. Diese sind grünlich-gelb bis rotbraun und haben einen Durchmesser von etwa 1 bis 2 Zentimetern. Sie reifen im Herbst und fallen dann vom Baum.

Die Elsbeere ist eine sehr anspruchsvolle Pflanze, die nur auf nährstoffreichen, kalkhaltigen Böden gedeiht. Außerdem ist sie sehr lichtbedürftig und verträgt keinen Schatten. Deshalb ist sie in Deutschland sehr selten geworden und steht unter Naturschutz. Sie wächst vor allem in Laubwäldern und an Waldrändern.

Die Elsbeere hat einen hohen Gehalt an Vitamin C, Kalium, Kalzium, Eisen und Pektin. In der Volksmedizin wird sie gegen Durchfall, Magenbeschwerden und Halsentzündungen eingesetzt. Außerdem soll sie das Immunsystem stärken und entzündungshemmend wirken.

Welche Vorteile hat die Elsbeere für Hunde?

Elsbeeren können auch für Hunde gesund sein, wenn sie in Maßen gefüttert werden. Die Früchte enthalten Ballaststoffe, die die Verdauung fördern und den Stuhlgang regulieren können. Sie können auch helfen, Giftstoffe aus dem Körper zu entfernen und den Cholesterinspiegel zu senken.

Die Elsbeere ist außerdem reich an Antioxidantien, die die Zellen vor freien Radikalen schützen können. Freie Radikale sind schädliche Moleküle, die durch Umweltfaktoren oder Stoffwechselprozesse entstehen und zu Alterung, Entzündungen und Krankheiten führen können. Antioxidantien können daher das Immunsystem stärken und das Risiko von Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen chronischen Krankheiten senken.

Die Elsbeere kann auch den Blutzuckerspiegel stabilisieren und den Appetit zügeln. Dies kann besonders für übergewichtige oder zuckerkranke Hunde von Vorteil sein.

Welche Nachteile hat die Elsbeere für Hunde?

Die Elsbeere ist nicht für alle Hunde geeignet. Die Früchte enthalten nämlich auch Gerbstoffe, die bei empfindlichen Hunden zu Magenreizungen oder Durchfall führen können. Gerbstoffe sind Pflanzenstoffe, die adstringierend wirken, das heißt, sie ziehen die Schleimhäute zusammen. Dies kann bei manchen Hunden zu Unwohlsein oder Krämpfen führen.

Außerdem sollte man darauf achten, dass die Elsbeere reif ist, bevor man sie dem Hund gibt. Unreife Früchte sind sehr hart und können beim Verschlucken zu Erstickungsgefahr oder Darmverschluss führen. Außerdem sind sie sehr sauer und können den Zahnschmelz angreifen.

Wie kann ich meinem Hund Elsbeere anbieten?

Wenn du deinem Hund Elsbeeren geben möchtest, solltest du einige Punkte beachten:

  • Sammle nur reife Früchte vom Boden oder vom Baum. Vermeide unreife oder faule Früchte.
  • Wasche die Früchte gründlich, um Schmutz oder Pestizide zu entfernen.
  • Entferne die Kerne von den Früchten. Die Kerne enthalten Blausäure, die für Hunde giftig sein kann.
  • Schneide die Früchte in kleine Stücke oder püriere sie zu einem Brei.
  • Gib deinem Hund nur kleine Mengen Elsbeeren als Leckerli oder als Beigabe zum Futter. Beginne mit einem Teelöffel pro Tag und beobachte, wie dein Hund darauf reagiert.
  • Übertreibe es nicht mit der Elsbeere. Zu viel davon kann zu Verdauungsproblemen oder Nährstoffungleichgewichten führen.

Die Elsbeere ist eine seltene und gesunde Frucht für Hunde, die ihnen ab und zu als Leckerli gegeben werden kann. Sie hat einen hohen Nährwert und einen angenehmen Geschmack. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Früchte reif sind und nur kleine Mengen füttern.


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Wenn du bei deinem Hund Anzeichen einer Überempfindlichkeit oder einer Vergiftung feststellst, solltest du sofort Ihren Tierarzt aufsuchen. Wir sind kein Ersatz für einen Tierarzt, aber wir versuchen, so genau wie möglich zu sein. Jeder Hund reagiert anders, und wir empfehlen dir, im Zweifelsfall eine zweite Meinung einzuholen oder deinen Tierarzt zu konsultieren.

Bleib gesund und pass gut auf deinen Vierbeiner auf! 😊

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