Was ist Johanniskrauttee?
Johanniskraut ist eine mehrjährige Pflanze, die in Europa, Asien und Nordafrika heimisch ist. Sie hat gelbe Blüten, die um den 24. Juni (Johannistag) herum blühen, und grüne Blätter mit kleinen Öldrüsen. Die Pflanze enthält verschiedene Inhaltsstoffe, die eine heilende Wirkung haben können, wie zum Beispiel Hypericin, Hyperforin, Flavonoide und ätherische Öle.
Johanniskrauttee wird aus getrockneten oder frischen Blüten und Blättern der Pflanze hergestellt, die mit heißem Wasser übergossen werden. Der Tee hat eine gelbliche Farbe und einen leicht bitteren Geschmack. Er kann pur oder mit Honig gesüßt getrunken werden.
Welche Vorteile hat Johanniskrauttee für Hunde?
Johanniskrauttee kann für Hunde verschiedene Vorteile haben, vor allem für solche, die unter Stress, Angst oder Depressionen leiden. Der Tee kann das Nervensystem des Hundes beruhigen und seine Stimmung verbessern, indem er den Stoffwechsel von Neurotransmittern wie Serotonin und Dopamin beeinflusst. Diese sind für das Wohlbefinden und die Motivation des Hundes verantwortlich.
Außerdem kann Johanniskrauttee bei Hunden mit Schmerzen helfen, zum Beispiel bei Gelenk- oder Muskelschmerzen. Der Tee wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd und kann die Durchblutung fördern. Er kann auch bei Hautproblemen wie Juckreiz oder Entzündungen helfen, indem er äußerlich angewendet wird.
Wie wendet man Johanniskrauttee bei Hunden an?
Um Johanniskrauttee für deinen Hund zuzubereiten, brauchst du entweder selbst gesammeltes oder gekauftes getrocknetes Johanniskraut. Du kannst es in der Apotheke oder im Drogeriemarkt finden. Du nimmst etwa zwei Teelöffel getrocknetes Johanniskraut und übergießt es mit einem Viertelliter kochendem Wasser. Dann lässt du den Tee etwa zehn Minuten ziehen und seihst ihn ab.
Du kannst deinem Hund den Tee pur oder mit etwas Honig gesüßt anbieten. Wenn er ihn nicht trinken mag, kannst du ihn auch unter sein Futter mischen. Die Dosierung hängt von der Größe und dem Gewicht deines Hundes ab, aber als Richtwert kannst du etwa einen Teelöffel pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag verabreichen.
Wenn du den Tee äußerlich anwenden willst, zum Beispiel bei Hautproblemen, kannst du ein Tuch oder eine Kompresse mit dem Tee tränken und auf die betroffene Stelle legen. Du kannst den Tee auch in eine Sprühflasche füllen und auf das Fell sprühen.
Welche Risiken hat Johanniskrauttee für Hunde?
Johanniskrauttee ist ein natürliches Mittel, das in der Regel gut verträglich ist. Allerdings gibt es einige Risiken, die du beachten solltest, bevor du deinem Hund den Tee gibst.
Zum einen kann Johanniskraut die Wirkung von anderen Medikamenten beeinflussen oder abschwächen, zum Beispiel von Antibiotika, Antiepileptika oder Antikoagulantien. Wenn dein Hund also solche Medikamente einnimmt, solltest du vorher mit deinem Tierarzt sprechen, ob du ihm Johanniskrauttee geben darfst.
Zum anderen kann Johanniskraut die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen, was zu Sonnenbrand oder Hautausschlag führen kann. Das gilt vor allem für Hunde mit hellem Fell oder empfindlicher Haut. Du solltest also darauf achten, dass dein Hund nicht zu lange der direkten Sonne ausgesetzt ist, wenn er Johanniskrauttee bekommt.
Außerdem kann Johanniskraut bei manchen Hunden zu Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit oder Unruhe führen. Das kann vor allem passieren, wenn du deinem Hund zu viel oder zu lange den Tee gibst. Du solltest also immer die Dosierungsempfehlungen befolgen und die Wirkung des Tees auf deinen Hund beobachten. Wenn du Anzeichen von Unverträglichkeit bemerkst, solltest du den Tee absetzen und gegebenenfalls einen Tierarzt aufsuchen.