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Sprossengemüse

(Weitergeleitet von Keimsprossen)
Eine Darstellung von Keimsprossen

Sprossengemüse sind junge Pflanzen, die aus Samen, Körnern oder Hülsenfrüchten gezogen werden. Sie sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen und Antioxidantien und können roh oder gekocht verzehrt werden. Aber sind sie auch für Hunde geeignet? In diesem Artikel erfährst du mehr über die Vor- und Nachteile von Sprossengemüse für deinen Vierbeiner.

Was ist Sprossengemüse?

Sprossengemüse sind Pflanzen, die aus dem Keimling von Samen, Körnern oder Hülsenfrüchten entstehen. Sie werden meist in Wasser oder feuchter Erde angezogen und nach wenigen Tagen geerntet, wenn sie noch klein und zart sind. Zu den bekanntesten Sprossen gehören Alfalfa, Bockshornklee, Brokkoli, Kresse, Linsen, Mungbohnen und Radieschen.

Sprossengemüse haben viele gesundheitliche Vorteile, sowohl für Menschen als auch für Hunde. Sie enthalten mehr Nährstoffe als die ausgewachsenen Pflanzen, da sie noch nicht viel Energie für das Wachstum verbraucht haben. Außerdem haben sie einen hohen Gehalt an Enzymen, die die Verdauung und den Stoffwechsel fördern. Sprossengemüse sind auch reich an Antioxidantien, die freie Radikale bekämpfen und das Immunsystem stärken.

Wie füttert man Sprossengemüse an Hunde?

Sprossengemüse können roh oder gekocht an Hunde verfüttert werden. Roh haben sie mehr Enzyme und Vitamine, aber auch mehr Bakterien und Schadstoffe, die zu Durchfall oder Infektionen führen können. Gekocht sind sie sicherer und leichter verdaulich, aber auch weniger nahrhaft. Es kommt also auf die Qualität und Herkunft der Sprossen an, ob man sie roh oder gekocht füttert.

Die Menge an Sprossengemüse sollte nicht mehr als 10% der täglichen Futterration ausmachen. Zu viel Sprossengemüse kann zu Blähungen, Bauchschmerzen oder Nährstoffmangel führen. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Sprossen keine giftigen Pflanzen enthalten, wie z.B. Tomaten oder Kartoffeln.

Welche Sprossengemüse sind gut für Hunde?

Nicht alle Sprossengemüse sind gleich gut für Hunde geeignet. Einige haben mehr Vorteile als andere, je nach ihrem Nährstoffgehalt und ihrer Verträglichkeit. Hier sind einige Beispiele für gute Sprossengemüse für Hunde:

Welche Sprossengemüse sollte man vermeiden?

Nicht alle Sprossengemüse sind für Hunde geeignet oder verträglich. Einige können sogar schädlich oder giftig sein. Hier sind einige Beispiele für schlechte Sprossengemüse für Hunde:

  • Bockshornklee: Diese Sprosse ist reich an Eiweiß, Ballaststoffen und Eisen, aber auch an Phytoöstrogenen, die den Hormonhaushalt stören können. Sie kann zu Unfruchtbarkeit, Schilddrüsenproblemen oder Brustkrebs führen.
  • Erbsen: Diese Sprosse ist reich an Eiweiß, Ballaststoffen und Vitamin C, aber auch an Lektinen, die die Darmwand schädigen können. Sie kann zu Durchfall, Erbrechen oder Allergien führen.
  • Radieschen: Diese Sprosse ist reich an Vitamin C, Kalzium und Eisen, aber auch an Senfölen, die die Schleimhäute reizen können. Sie kann zu Magenbeschwerden, Blutungen oder Nierensteinen führen.
  • Sojabohnen: Diese Sprosse ist reich an Eiweiß, Ballaststoffen und Vitamin K, aber auch an Phytoöstrogenen, Lektinen und Goitrogenen, die den Hormonhaushalt, die Darmwand und die Schilddrüse stören können. Sie kann zu Unfruchtbarkeit, Schilddrüsenproblemen oder Autoimmunerkrankungen führen.

Sprossengemüse können eine gesunde Ergänzung zum Futter deines Hundes sein, wenn du sie richtig auswählst und dosierst. Sie können viele Vorteile für die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Vierbeiners haben. Achte aber darauf, dass du nur hochwertige und unbedenkliche Sprossen kaufst oder selbst ziehst und dass du sie vor dem Verfüttern gründlich wäschst oder kochst.


Erfahre noch mehr über Keimsprossen

Wenn du bei deinem Hund Anzeichen einer Überempfindlichkeit oder einer Vergiftung feststellst, solltest du sofort Ihren Tierarzt aufsuchen. Wir sind kein Ersatz für einen Tierarzt, aber wir versuchen, so genau wie möglich zu sein. Jeder Hund reagiert anders, und wir empfehlen dir, im Zweifelsfall eine zweite Meinung einzuholen oder deinen Tierarzt zu konsultieren.

Bleib gesund und pass gut auf deinen Vierbeiner auf! 😊