Was ist Kieselgur und wie wirkt es gegen Parasiten?
Kieselgur ist ein natürlicher Stoff, der keine chemischen Zusätze enthält. Er ist reich an Silizium und anderen Mineralien, die für die Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln wichtig sind. Kieselgur hat aber auch eine besondere Eigenschaft: Er wirkt mechanisch gegen kleine Spinnentiere und Insekten, die Hunde befallen können, wie Flöhe, Zecken oder Milben.
Die Schalen der Kieselalgen haben unter dem Mikroskop scharfe Kanten, die die Wachsschicht auf dem Chitinpanzer der Parasiten anritzen. Dadurch verlieren die Parasiten Feuchtigkeit und trocknen aus. Kieselgur tötet also die Parasiten ab, ohne Giftstoffe zu verwenden oder Resistenzen zu fördern. Er ist daher eine gute Alternative zu chemischen Mitteln, die oft Nebenwirkungen haben können.
Wie wendet man Kieselgur bei Hunden an?
Kieselgur kann sowohl äußerlich als auch innerlich bei Hunden angewendet werden. Für beide Anwendungen sollte man aber nur Kieselgur in Lebensmittelqualität verwenden, der keine Schadstoffe wie Arsen enthält. Außerdem sollte man darauf achten, dass weder der Hund noch man selbst das Pulver einatmet, da es die Atemwege reizen kann.
Äußerliche Anwendung
Um Hunde mit Kieselgur gegen Flöhe oder Zecken zu behandeln, kann man eine kleine Menge des Pulvers ins Fell des Hundes reiben. Dabei sollte man sparsam sein und keine Staubwolke erzeugen. Man kann das Pulver auch gegen den Strich einreiben, um es besser zu verteilen. Die Behandlung sollte alle paar Tage wiederholt werden, bis die Parasiten verschwunden sind.
Kieselgur kann auch auf den Lieblingsplätzen des Hundes oder in den Verstecken der Parasiten gestreut werden, um sie dort zu bekämpfen. Zum Beispiel kann man das Pulver auf das Hundebett, den Teppich oder die Polstermöbel geben und leicht einmassieren. Nach ein paar Stunden kann man das Pulver wieder absaugen oder ausklopfen.
Innerliche Anwendung
Kieselgur kann auch dem Futter des Hundes beigemischt werden, um ihn von innen heraus zu stärken und gegen innere Parasiten wie Würmer zu schützen. Die Dosierung hängt vom Gewicht des Hundes ab. Kleine Hunde bis 5 kg bekommen 4 Gramm Kieselgur pro Mahlzeit, mittelgroße Hunde von 10 bis 35 kg bekommen 8 Gramm (2 Teelöffel) und große Hunde über 35 kg bekommen bis zu 16 Gramm (2 Esslöffel). Die Kur sollte über mehrere Wochen durchgeführt werden.
Kieselgur hat einen neutralen Geschmack und wird von den meisten Hunden gut akzeptiert. Man kann es aber auch mit etwas Wasser oder Brühe vermischen, um es besser unter das Futter zu mischen.