Was ist Kirschlorbeer?
Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) gehört zur Familie der Rosengewächse und stammt ursprünglich aus Südosteuropa und Westasien. Er wird auch Lorbeerkirsche genannt, weil seine Blätter an Lorbeer und seine Früchte an Kirschen erinnern. Die Blätter sind länglich, ledrig und auf der Oberseite glänzend. Wenn man sie zerreibt, riechen sie nach Bittermandel. Von April bis Mai blüht der Kirschlorbeer weiß und bildet von August bis September fleischige, runde Früchte, die anfangs grün und später schwarz sind.
Warum ist Kirschlorbeer für Hunde giftig?
Kirschlorbeer ist für Hunde giftig, weil er das Blausäureglykosid Prunasin enthält. Dieser Stoff wird im Magen des Hundes zu Blausäure umgewandelt, die Vergiftungserscheinungen hervorruft. Giftig sind alle Teile der Pflanze, vor allem aber Blätter und Samen. Die Giftigkeit variiert je nach Sorte und Jahreszeit.
Welche Symptome treten bei einer Vergiftung durch Kirschlorbeer auf?
Wenn dein Hund Kirschlorbeer gefressen hat, kann er folgende Symptome zeigen:
- Vermehrter Speichelfluss
- Reizung der Schleimhäute
- Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall)
- Atembeschwerden bis hin zur Atemlähmung
Die Schwere der Vergiftung hängt davon ab, wie viel der Hund gefressen hat und wie empfindlich er auf den Giftstoff reagiert. Schon wenige Blätter oder Samen können schwere Probleme verursachen.
Was solltest du tun, wenn dein Hund Lorbeer gefressen hat?
Wenn du den Verdacht hast, dass dein Hund Kirschlorbeer gefressen hat, solltest du ihn sofort zum Tierarzt bringen. Je schneller er behandelt wird, desto besser sind seine Heilungschancen. Als Erste-Hilfe-Maßnahme kannst du ihm viel Wasser oder Kohletabletten geben, die das Gift binden. Das ersetzt aber nicht den Gang zum Tierarzt!
Wie kann ich meinen Hund vor Kirschlorbeer schützen?
Der beste Schutz für deinen Hund ist, keinen Kirschlorbeer in deinem Garten anzupflanzen oder ihn zu entfernen, wenn er schon da ist. Wenn du mit deinem Hund spazieren gehst oder ihn in einem fremden Garten lässt, solltest du ihn immer im Auge behalten, damit er nicht an den Pflanzen knabbert. Auch wenn die meisten Hunde die bitteren Blätter ausspucken würden, kann es passieren, dass sie aus Neugier oder Langeweile etwas davon fressen.