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Lupinen

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Eine Darstellung von Lupinenbohne

Lupinen sind Hülsenfrüchte, die vor allem im Mittelmeerraum heimisch sind. Sie haben auffällige Blüten in verschiedenen Farben und werden oft als Zierpflanzen angebaut. Aber Lupinen sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch nahrhaft und gesund – zumindest für Menschen. Aber wie sieht es mit Hunden aus? Können sie Lupinen fressen oder sind sie giftig für sie? In diesem Artikel erfährst du mehr über die Vor- und Nachteile von Lupinen für deinen Vierbeiner.

Was sind Lupinen?

Lupinen gehören zur Familie der Schmetterlingsblütler und sind eng verwandt mit Bohnen, Linsen oder Kichererbsen. Es gibt über 200 verschiedene Arten von Lupinen, die sich in Form, Größe und Farbe unterscheiden. Die bekanntesten sind die Süßlupine (Lupinus albus), die Blaue Lupine (Lupinus angustifolius) und die Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus). Die Samen oder Kerne der Lupine werden als Lebensmittel oder Futtermittel verwendet und enthalten viel pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine.

Sind Lupinen giftig für Hunde?

Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, welche Art von Lupine du meinst. Die meisten Zierlupinen im Garten oder im Topf sind nämlich giftig für Hunde – und auch für Menschen. Sie enthalten Alkaloide, die zu Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, Krämpfen oder Atemnot führen können. Deshalb solltest du darauf achten, dass dein Hund keine Blätter oder Samen dieser Pflanzen frisst.

Die Süßlupine hingegen ist ungiftig für Hunde – vorausgesetzt, sie wird richtig zubereitet. Die rohen Samen der Süßlupine enthalten ebenfalls Alkaloide, aber diese können durch Einweichen und Kochen entfernt werden. Dann bleiben nur noch die positiven Inhaltsstoffe übrig.

Welche Vorteile haben Lupinen für Hunde?

Lupinen können eine gute Ergänzung zum Futter deines Hundes sein – vor allem wenn er vegan oder vegetarisch ernährt wird oder eine Fleischallergie hat. Lupinen liefern viel pflanzliches Protein (bis zu 40 Prozent), das dein Hund für eine gesunde Haut, Knochen und Muskeln benötigt. Außerdem enthalten sie viele Ballaststoffe (bis zu 30 Prozent), die die Verdauung fördern und das Sättigungsgefühl erhöhen. Darüber hinaus versorgen sie deinen Hund mit wichtigen Mineralstoffen wie Kalzium, Eisen oder Magnesium sowie Vitaminen wie B1 oder B6.

Welche Nachteile haben Lupinen für Hunde?

Lupinen haben auch einige Nachteile für Hunde – vor allem wenn sie zu viel davon fressen oder nicht richtig verarbeitet werden. Wie schon erwähnt können rohe oder falsch zubereitete Lupinensamen giftig sein und zu Vergiftungen führen. Außerdem können manche Hunde allergisch auf Lupineneiweiß reagieren – ähnlich wie auf Sojaeiweiß. Das kann sich durch Hautausschläge, Juckreiz oder Magen-Darm-Beschwerden äußern.

Ein weiterer Nachteil von Lupineneiweiß ist seine geringere biologische Wertigkeit im Vergleich zu tierischem Eiweiß. Das bedeutet, dass es weniger essentielle Aminosäuren enthält, die dein Hund nicht selbst herstellen kann. Das bedeutet, dass dein Hund mehr Lupineneiweiß braucht, um seinen Bedarf zu decken. Außerdem kann eine zu hohe Eiweißzufuhr die Nieren belasten.

Um diese Nachteile zu vermeiden, solltest du Lupinen nur als Ergänzung und nicht als Hauptbestandteil des Futters deines Hundes verwenden. Außerdem solltest du darauf achten, dass die Lupinen gut eingeweicht und gekocht sind oder aus speziellen Produkten wie Lupinenmehl oder -flocken bestehen. Und natürlich solltest du immer die Verträglichkeit deines Hundes beobachten und im Zweifel einen Tierarzt konsultieren.

 

Lupinen sind eine pflanzliche Proteinquelle für Hunde, die viele Vorteile haben können – vor allem für vegane oder vegetarische Hunde oder solche mit Fleischallergien. Sie enthalten viel Eiweiß, Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine und können die Gesundheit deines Hundes fördern. Allerdings sind nicht alle Lupinen gleich: Zierlupinen sind giftig für Hunde und sollten vermieden werden. Süßlupinen hingegen sind ungiftig – wenn sie richtig zubereitet werden. Trotzdem solltest du Lupinen nur in Maßen füttern und auf mögliche Nebenwirkungen wie Allergien oder Nierenprobleme achten. 


Erfahre noch mehr über Lupinenbohne

Wenn du bei deinem Hund Anzeichen einer Überempfindlichkeit oder einer Vergiftung feststellst, solltest du sofort Ihren Tierarzt aufsuchen. Wir sind kein Ersatz für einen Tierarzt, aber wir versuchen, so genau wie möglich zu sein. Jeder Hund reagiert anders, und wir empfehlen dir, im Zweifelsfall eine zweite Meinung einzuholen oder deinen Tierarzt zu konsultieren.

Bleib gesund und pass gut auf deinen Vierbeiner auf! 😊

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