Sind Hunde laktoseintolerant?
Laktose ist der Milchzucker, der in der Milch enthalten ist. Um Laktose zu verdauen, braucht der Körper ein Enzym namens Laktase, das die Laktose in kleinere Zuckermoleküle aufspaltet. Welpen haben viel Laktase in ihrem Darm, weil sie von ihrer Mutter gesäugt werden. Aber mit dem Alter nimmt die Produktion von Laktase ab, vor allem wenn die Hunde keine Milch mehr trinken. Das bedeutet, dass viele erwachsene Hunde laktoseintolerant sind. Das heißt, sie können Laktose nicht gut verdauen und bekommen davon Durchfall, Blähungen oder Bauchschmerzen.
Aber nicht alle Hunde sind gleich. Manche Hunde vertragen Laktose besser als andere, je nachdem wie viel Laktase sie noch haben und wie viel Laktose sie aufnehmen. Außerdem enthalten nicht alle Milchprodukte gleich viel Laktose. Frische Milch hat zum Beispiel mehr Laktose als gereifter Käse oder Joghurt. Deshalb solltest du immer vorsichtig sein, wenn du deinem Hund Milch oder Molkereierzeugnisse gibst. Fange mit kleinen Mengen an und beobachte, wie dein Hund darauf reagiert. Wenn er keine Beschwerden zeigt, kannst du die Menge langsam steigern. Aber übertreibe es nicht: Mehr als fünf Prozent der Gesamtfuttermenge sollten Milchprodukte nicht ausmachen.
Welche Milchprodukte können Hunde essen?
Nicht alle Milchprodukte sind für Hunde geeignet. Manche sind zu fettig, zu salzig oder zu süß für sie. Andere können aber eine sinnvolle Ergänzung zur Hundeernährung sein, weil sie wertvolle Nährstoffe wie Eiweiß, Kalzium oder Probiotika enthalten. Hier sind einige Beispiele für Milchprodukte, die du deinem Hund bedenkenlos füttern kannst:
- Hüttenkäse: Hüttenkäse ist ein körniger Frischkäse mit einem niedrigen Fett- und Laktosegehalt. Er ist reich an leicht verdaulichem Eiweiß und kann als Schonkost für Hunde mit Magen-Darm-Problemen dienen.
- Quark: Quark ist ähnlich wie Hüttenkäse ein Frischkäse mit viel Eiweiß und wenig Laktose. Er enthält außerdem Milchsäurebakterien, die gut für die Darmflora sind. Du kannst deinem Hund Magerquark geben, wenn er zu Übergewicht neigt, oder Quark mit mehr Fettgehalt, wenn er zu dünn ist.
- Buttermilch: Buttermilch ist die Flüssigkeit, die beim Butterherstellen übrig bleibt. Sie hat wenig Fett und viel Kalzium und Probiotika. Buttermilch kann deinem Hund helfen, seine Verdauung zu regulieren und seine Abwehrkräfte zu stärken.
- Joghurt: Joghurt ist ein fermentiertes Milchprodukt mit vielen Probiotika. Er kann ebenfalls die Darmgesundheit deines Hundes fördern und sein Immunsystem unterstützen. Achte aber darauf, dass du deinem Hund nur Naturjoghurt ohne Zucker oder künstliche Zusätze gibst.
- Käse: Käse ist ein gereiftes Milchprodukt mit viel Eiweiß und Kalzium. Er hat aber auch viel Fett und Salz, deshalb solltest du ihn nur in Maßen verfüttern. Außerdem solltest du darauf achten, dass der Käse nicht zu viel Laktose hat. Gute Sorten für Hunde sind zum Beispiel Cheddar, Gouda oder Emmentaler.