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Stickstoffdünger

Wenn du einen Hund hast, kennst du sicher das Problem: Du möchtest deinen Rasen düngen, um ihn grün und gesund zu halten, aber du hast Angst, dass dein Vierbeiner sich vergiften könnte, wenn er an den Düngerkörnern schnuppert oder sie frisst. In diesem Artikel erfährst du, was Stickstoffdünger ist, welche Vorteile und Nachteile er hat und wie du deinen Hund vor einer Vergiftung schützen kannst.

Was ist Stickstoffdünger?

Stickstoffdünger ist ein Dünger, der vor allem Stickstoff (N) enthält, ein wichtiges Element für das Pflanzenwachstum. Stickstoff ist ein Bestandteil von Chlorophyll, dem grünen Farbstoff in den Blättern, der für die Photosynthese verantwortlich ist. Außerdem ist Stickstoff an der Bildung von Eiweißen, Enzymen und Vitaminen beteiligt.

Es gibt verschiedene Arten von Stickstoffdüngern, die sich in ihrer Zusammensetzung, Wirkung und Anwendung unterscheiden. Die gängigsten sind:

  • Kalkammonsalpeter: Er wirkt schnell und enthält 26 Prozent Stickstoff und 10 Prozent Kalzium. Eine gute Wahl bei akutem Stickstoffmangel.
  • Harnstoff: Er enthält 46 Prozent Stickstoff und wirkt recht schnell. Er muss aber gut eingearbeitet werden, sonst kann er durch Verdunstung verloren gehen.
  • Organische Dünger: Sie enthalten neben Stickstoff auch andere Nährstoffe wie Phosphor, Kalium oder Magnesium. Sie wirken langsam und schonend, da sie erst von Mikroorganismen im Boden abgebaut werden müssen. Beispiele sind Hornspäne, Rinderdung oder Kompost.

Welche Nachteile hat Stickstoffdünger?

Stickstoffdünger hat einige Nachteile, die du beachten solltest:

  • Er kann ins Grundwasser gelangen und zu Umweltproblemen wie Eutrophierung führen.
  • Er kann für Hunde giftig oder gefährlich sein.

Wie gefährlich ist Stickstoffdünger für Hunde?

Besonders mineralische Dünger bergen eine große Gefahr für Hunde. Sie enthalten Stickstoff, Kalium und Phosphor in konzentrierter Salzform. Diese reizen die Schleimhäute in Maul, Magen und Darm. Außerdem können sie die Funktion des Hämoglobins im Blut beeinträchtigen und zu Sauerstoffmangel führen.

Die Symptome einer Vergiftung können sein:

Auch Rasendünger mit Unkrautvernichter ist giftig für Hunde. Die enthaltenen Pestizide können zu weiteren Vergiftungserscheinungen wie Appetitlosigkeit, Unruhe, Muskelzittern oder Inkontinenz führen.

Organische Dünger sind zwar weniger gefährlich für Hunde, aber auch nicht völlig unbedenklich. Sie können Bakterien oder Parasiten enthalten, die zu Infektionen oder Wurmbefall führen können. Außerdem können sie Durchfall oder Blähungen verursachen.

Wie kann ich meinen Hund vor einer Vergiftung schützen?

Um eine Vergiftung deines Hundes durch Stickstoffdünger zu vermeiden, solltest du folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Verwende am besten organische Dünger oder tierfreie Dünger in Bioqualität, wie zum Beispiel den Plantura Bio-Rasendünger. Diese sind unschädlich für Mensch und Tier und fördern das Bodenleben.
  • Halte deinen Hund von frisch gedüngten Flächen fern, bis der Dünger eingezogen ist. Das kann je nach Düngerart einige Stunden bis Tage dauern.
  • Achte darauf, dass dein Hund kein Gras oder andere Pflanzen frisst, die mit Dünger behandelt wurden.
  • Lass deinen Hund nicht aus Pfützen trinken, die sich neben gedüngten Flächen befinden. Sie können ebenfalls Düngerrückstände enthalten.
  • Reinige nach jedem Spaziergang die Pfoten und das Fell deines Hundes gründlich mit sauberem Wasser, um eventuelle Düngerspuren zu entfernen.
  • Meide Spazierwege, die an landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen vorbeiführen. Diese werden oft mit chemischen Düngern oder Pflanzenschutzmitteln behandelt.

Stickstoffdünger ist ein wichtiger Helfer für einen schönen und gesunden Rasen, aber er kann auch eine Gefahr für deinen Hund darstellen. Um eine Vergiftung zu vermeiden, solltest du dich für einen organischen oder tierfreien Bio-Dünger entscheiden und deinen Hund von frisch gedüngten Flächen fernhalten. Wenn du den Verdacht hast, dass dein Hund eine Vergiftung hat, solltest du sofort einen Tierarzt aufsuchen.


Erfahre noch mehr über Stickstoffdünger

Wenn du bei deinem Hund Anzeichen einer Überempfindlichkeit oder einer Vergiftung feststellst, solltest du sofort Ihren Tierarzt aufsuchen. Wir sind kein Ersatz für einen Tierarzt, aber wir versuchen, so genau wie möglich zu sein. Jeder Hund reagiert anders, und wir empfehlen dir, im Zweifelsfall eine zweite Meinung einzuholen oder deinen Tierarzt zu konsultieren.

Bleib gesund und pass gut auf deinen Vierbeiner auf! 😊