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Ernährung

Hundefutter-Test: "InsectDog Sensitive" von Green Petfood

Der Beutel von vorne
Der Beutel von vorne
Insekten im Napf – frisst sie das überhaupt? Genau das war mein erster Gedanke, als ich den Sack für Ylvie aufgerissen habe. Zehn Jahre alt, 20 Kilo, eher empfindlicher Magen und ziemlich wählerisch – ich habe schon so oft Futter verschenkt oder entsorgt, weil Madame es einfach nicht fressen wollte. Insektenfutter hatte sie noch nie im Napf, und insgeheim hatte ich ein bisschen Angst, dass ich mir da wieder einen teuren Fehlkauf ins Haus hole. Spoiler: Ich habe mich geirrt. Ylvie fand das Futter überraschend großartig und hat die Schüssel in Rekordzeit leer gefegt. Die Verträglichkeit war in unserem zweiwöchigen Test bisher ebenfalls gut – kein Durchfall, kein Bauchgrummeln. Aber bevor wir zum Praxisteil kommen, schauen wir uns an, wer dahintersteckt und was genau in diesem Futter drin ist.

Wer ist Green Petfood?

Green Petfood ist keine kleine Hipster-Garagenmarke, sondern eine Marke aus der Unternehmensgruppe ERBACHER the food family, zu der auch Josera gehört – ein traditionsreiches, familiengeführtes Unternehmen mit Sitz im unterfränkischen Kleinheubach.

Die Marke Green Petfood selbst gibt es seit etwa 2013. Damals hat man dort schon vegetarisches Hundefutter (VeggieDog) auf den Markt gebracht – zu einer Zeit, als viele Leute noch fest davon überzeugt waren, dass ein Hund im Prinzip nur Fleisch fressen „dürfe“.

Philosophie & Ausrichtung:

  • Fokus auf Nachhaltigkeit (weniger Fleisch, alternative Proteinquellen, Klimabilanz)
  • Produkte mit Insektenprotein, vegetarische und teils getreidefreie Sorten für Hunde und Katzen
  • Zertifizierungen wie der GREEN BRANDS Award, der Unternehmen mit nachweislich gelebter Nachhaltigkeit auszeichnet

Produziert wird in der Unternehmensgruppe in eigenen Werken in Deutschland und Polen, Green Petfood wirbt beim InsectDog Sensitive aber explizit mit „100 % Made in Germany“.
Insgesamt sprechen wir also von einem mittelständischen, international aktiven Hersteller mit eigener Produktion – kein namenloses „Lohnabfüller-Produkt“.

Neben InsectDog Sensitive gibt es u. a.:

  • InsectDog Hypoallergenic (ohne Getreide, nur Insekten + Kartoffel/Erbse)
  • InsectDog High Protein
  • VeggieDog (vegetarische/vegane Linien)

Insektenfutter – warum sich da die Geister scheiden

Insektenfutter ist eines dieser Themen, bei denen die Community auseinandergeht:

  • Die einen sagen: „Mega! Nachhaltig, gut verträglich, super für Allergiker.“
  • Die anderen: „Mein Hund ist doch kein Huhn, das Körner und Insekten pickt. Der braucht Fleisch!“

Warum der Streit?
Weil Insekten für uns Menschen ungewohnt sind, viele den „Ekelfaktor“ haben und das Bild vom „Fleischfresser Hund“ tief drin sitzt. Gleichzeitig zeigen Studien und Praxiserfahrungen, dass Insektenprotein gut verdaulich ist, ein ordentliches Aminosäurenprofil hat und bei Allergikern oft super funktioniert, weil der Hund mit dieser Proteinquelle noch keinen Kontakt hatte.

Die spannende Frage ist also weniger „Insekten – ja oder nein?“, sondern eher:
Ist die konkrete Rezeptur ausgewogen und sinnvoll – oder nur ein grünes Marketing-Gimmick?

Zusammensetzung von InsectDog Sensitive im Detail

Deklarierte Zusammensetzung (absteigend):

Reis (53,5 %); Insekten (15 %); teilweise hydrolysierte Hefe; Öle und Fette; Rübenfaser; Kartoffeleiweiß; Mineralstoffe; Hefezellwände (0,5 %); Flohsamenschalen (0,1 %); gemahlene Chicorée-Wurzel (Inulin-Quelle).

Reis (53,5 %)

  • Hauptbestandteil, also richtig viel davon.
  • Liefert Kohlenhydrate (Stärke) als Energiequelle.
  • Ist glutenfrei und gilt als gut verdaulich, wird oft in Schonkost-Rezepten eingesetzt.

Kritisch gesehen:
Über 50 % Reis bedeutet, dass das Futter sehr kohlenhydratlastig ist. Das ist für viele „normale“ Familienhunde okay, solange die Nährstoffbilanz insgesamt passt, aber wer ein besonders proteinreiches Futter mit viel tierischem Anteil sucht, wird hier nicht glücklich.

Insekten (15 %)

  • Einzige tierische Proteinquelle (Monoprotein).
  • Verwendet werden Larven der Schwarzen Soldatenfliege (Hermetia illucens), die in der EU als Futtermittelprotein etabliert ist.
  • Insektenprotein bietet:
    • gutes Aminosäurenprofil
    • hochwertige Fette, u. a. Laurinsäure
    • oft sehr gute Verträglichkeit und ein geringes Allergiepotenzial

15 % ist im Vergleich zu manchen anderen Insektenfuttern nicht besonders hoch (es gibt Sorten, bei denen Insekten weit über 30–60 % ausmachen).
Das heißt: Die Insekten sind hier zwar ein spannender Bestandteil, aber nicht der Hauptträger der Rezeptur, sondern eher „Proteinquelle plus“ in einer Reisbasis.

Teilweise hydrolysierte Hefe & Hefezellwände (0,5 %)

  • Hefe liefert B-Vitamine und präbiotische Bestandteile.
  • Hefezellwände enthalten Mannan-Oligosaccharide (MOS) und Beta-Glucane, die Darmflora und Immunsystem unterstützen können.

Gerade bei sensiblen Hunden ist das ein großer Pluspunkt.

Öle und Fette

  • In der langen Deklaration nur als Sammelbegriff angegeben. Händlerseiten nennen konkret Sonnenblumenöl.
  • Fette sind wichtig für:
    • Energie
    • Fettsäuren für Haut & Fell

Kritikpunkt:
Auf der Packung nur „Öle und Fette“ zu schreiben, ist unnötig intransparent. Ich würde mir eine klarere Angabe wünschen, z. B. „Sonnenblumenöl“ und ggf. weitere Fette wie Lachsöl, Rapsöl etc.

Rübenfaser

  • Liefert Ballaststoffe, die die Stuhlqualität verbessern können.
  • In moderaten Mengen völlig okay.

Kartoffeleiweiß

  • Pflanzliche Proteinquelle mit guter Verdaulichkeit.
  • Unterstützt den Gesamt-Proteinanteil, aber eben nicht tierischen Ursprungs.

Flohsamenschalen (0,1 %)

  • Binden Wasser, quellen auf und können die Verdauung regulieren – hilfreich bei empfindlichem Darm.

Gemahlene Chicorée-Wurzel (Inulin)

  • Inulin wirkt präbiotisch, füttert also „gute“ Darmbakterien und kann die Darmflora unterstützen.

Analytische Bestandteile & Nährstoffprofil

  • Protein: 20,0 %
  • Fettgehalt: 10,0 %
  • Rohfaser: 3,4 %
  • Rohasche: ca. 6,2–6,5 %
  • Calcium: 1,0 %
  • Phosphor: 0,75 %
  • Metabolisierbare Energie: ca. 3.5 kcal/g (3500 kcal/kg)

Was sagt das über die Qualität?

  • Protein 20 %:
    Für ein Adult-Trockenfutter ist das unteres bis mittleres Mittelfeld, aber im Rahmen der FEDIAF-Empfehlungen für erwachsene Hunde. Nicht „High Protein“, aber ausreichend für normale, nicht übermäßig sportliche Hunde.
  • Fett 10 %: moderat, gut für normale bis eher ruhige Hunde; Hochleistungssportler brauchen meist mehr.
  • Ca:P-Verhältnis von ca. 1,33:1 ist sauber im Normalbereich.

NFE-Gehalt (Kohlenhydrate)

Der sogenannte NFE-Wert (Nitrogen Free Extract) ist grob gesagt:
Kohlenhydrate = 100 % – (Protein + Fett + Rohfaser + Rohasche + Feuchtigkeit)

Feuchtigkeit ist nicht angegeben, ein typisches Trockenfutter hat ca. 8–10 % Wasser. Rechnen wir beispielhaft:

  • Protein: 20
  • Fett: 10
  • Rohfaser: 3,4
  • Rohasche: ca. 6,2
  • Feuchte geschätzt: 8–10

Summe ohne NFE:
20 + 10 + 3,4 + 6,2 + 8 = 47,6
→ NFE ≈ 100 – 47,6 = 52,4 %

Mit 10 % Feuchte wären es ca. 50,4 %.

Fazit:
Wir landen bei grob 50–52 % Kohlenhydraten, hauptsächlich aus Reis. Das ist deutlich kohlenhydratreich. Für viele Familienhunde ist das okay, für extrem sportliche Hunde oder Halter, die bewusst sehr proteinbetont füttern wollen, eher weniger attraktiv.

Zusatzstoffe – sinnvoll oder Füllstoff?

Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe pro kg (Auswahl):

  • Vitamine A, D3, E, C, B1, B2, B6, B12, Niacin, Pantothensäure, Folsäure, Biotin
    → sichern die Mikronährstoffversorgung, vor allem bei einem Futter mit hohem Reisanteil wichtig.
  • Taurin (1.000 mg/kg)
    → wichtig u. a. für Herzfunktion, wird bei Hunden nicht so kritisch betrachtet wie bei Katzen, ist aber gerade bei alternativen Proteinquellen eine sinnvolle Absicherung.
  • L-Carnitin (250 mg/kg)
    → unterstützt den Fettstoffwechsel, sinnvoll bei Herz und Gewichtskontrolle.
  • Spurenelemente wie Eisen, Zink, Mangan, Kupfer, Jod, Selen – teils als Chelatverbindungen, die besser verfügbar sein können als einfache Salze.

Das sieht insgesamt durchdacht aus – keine „bunten Vitaminbomben“, sondern typische Ergänzungen, die man bei einem Alleinfuttermittel erwartet.

Wie klar ist die Deklaration?

Positiv:

  • Die Hauptzutaten Reis (53,5 %) und Insekten (15 %) sind mit Prozentangaben klar deklariert.
  • Es wird klar gesagt, dass:
    • es sich um ein Alleinfuttermittel handelt
    • Insekten die einzige tierische Proteinquelle sind
    • kein Weizen, kein Soja, kein Zuckerzusatz, keine künstlichen Farb- und Aromastoffe drin sind
  • Analytische Bestandteile sind vollständig und sauber angegeben.
  • Fütterungsempfehlung ist gut strukturiert, inkl. QR-Code zur individuellen Berechnung – das finde ich wirklich praktisch.

Kritisch:

  • „Öle und Fette“ ist mir zu schwammig, auch wenn Händler „Sonnenblumenöl“ nennen. Auf der Packung oder im Datenblatt könnte das klarer kommuniziert werden.
  • Die Insektenart (Schwarze Soldatenfliege) steht nicht überall explizit dabei, sondern eher in Händlerinfos/Tests. Das könnte transparenter sein.
  • Insgesamt aber: Die Deklaration ist für ein Trockenfutter überdurchschnittlich klar, mit ein paar kleinen Schönheitsfehlern.

Ist das Futter getreidefrei?

Nein.
InsectDog Sensitive ist nicht getreidefrei, denn es enthält reichlich Reis (>50 %).

Es ist aber:

  • glutenfrei (Reis enthält kein Gluten)
  • weizenfrei

Wer strikt getreidefrei füttern möchte, müsste eher auf die InsectDog Hypoallergenic-Variante oder andere Futtersorten zurückgreifen.

Preis: teuer oder günstig?

  • 900 g: 5,99 € → ca. 6,66 €/kg
  • 10 kg: 45,99 € → ca. 4,60 €/kg

Online findet man das 10-kg-Säckchen aber häufig schon ab ca. 3,80–4,20 €/kg, je nach Shop und Rabatt.

Zum Vergleich:

  • Standard-Trockenfutter aus dem Supermarkt liegt oft bei 1–3 €/kg.
  • Hochwertigere, teils Bio- oder Spezialfutter liegen eher im Bereich 5–8 €/kg oder darüber.

Damit liegt InsectDog Sensitive im mittleren bis leicht gehobenen Preisbereich, aber nicht im Luxussegment – für ein Spezialfutter mit Insektenprotein finde ich das ehrlich gesagt ziemlich fair.

Kosten

FallbeispielGewicht HundFütterungs­menge pro TagVerbrauch pro MonatKosten pro Tag*Kosten pro Monat*
15 kg70 g2,10 kgca. 0,32 €ca. 9,66 €
210 kg120 g3,60 kgca. 0,55 €ca. 16,56 €
320 kg205 g6,15 kgca. 0,94 €ca. 28,28 €
430 kg270 g8,10 kgca. 1,24 €ca. 37,25 €

Praxistest mit Ylvie

Jetzt zum spannenden Teil – wie macht sich das Futter im Alltag?

Akzeptanz:
Ylvie ist normalerweise eher mäkelig, aber hier war sie wirklich wild drauf. Die Schüssel war jedes Mal in Rekordtempo leer. Für ein Futter mit ungewohnter Proteinquelle (Insekten) ist das ein sehr gutes Zeichen.

Verträglichkeit:
Über den zweiwöchigen Test:

  • kein Durchfall
  • keine Blähungen
  • Kotmenge und -konsistenz im Normalbereich

Gerade bei einem sensiblen Hund wie Ylvie ist das für mich ein starker Pluspunkt.

Geruch & Optik:

  • Der Geruch ist angenehmer als bei vielen fleischbasierten Trockenfuttern.
  • Die Kroketten sind durchschnittlich groß, gut für mittelgroße Hunde wie Ylvie.
  • Der Beutel lässt sich leicht öffnen und dank Wiederverschluss wieder gut dicht machen.

Verpackung & Infos:

  • Optisch süß und ansprechend gestaltet.
  • Fütterungsempfehlungen sind gut lesbar und logisch aufgebaut.
  • Der QR-Code zum Futterrechner ist ein modernes, sinnvolles Extra – gerade wenn man mal genauer auf Energiebedarf und Portionsgrößen schauen möchte.

Wir haben beschlossen, das Futter nach dem Test weiter im Futterplan zu behalten – in Kombination mit einem anderen, proteinreicheren Futter.

Nachhaltigkeit – bringt Insektenfutter wirklich was?

Insektenprotein wird oft als besonders nachhaltige Eiweißquelle beworben – und da ist durchaus was dran:

  • Insekten brauchen im Vergleich zu klassischer Fleischproduktion weniger Land, weniger Wasser und verursachen weniger Treibhausgase, vor allem im Vergleich zu Rindfleisch.
  • Sie können teilweise auf Nebenprodukten oder Reststoffen gezüchtet werden und tragen so zur besseren Ressourcennutzung bei.

Green Petfood geht noch einen Schritt weiter und wirbt damit, dass InsectDog Sensitive eine positive Klimabilanz hat, weil u. a. Waldschutzprojekte in Tansania unterstützt werden und 125 % der CO₂-Emissionen kompensiert werden.

Aber:
Die wissenschaftliche Diskussion ist nicht ganz so schwarz-weiß. Neuere Lebenszyklusanalysen zeigen, dass Insektenprotein nicht automatisch immer besser ist als jede andere Proteinquelle (z. B. Soja oder Fischmehl), sondern dass die tatsächliche Klimabilanz stark vom Produktionssystem abhängt.

Und: InsectDog Sensitive besteht zu über 50 % aus Reis und nur zu 15 % aus Insekten. Der Nachhaltigkeitsvorteil kommt also eher aus dem Ersatz von Fleisch durch Insekten plus kompensierte Emissionen, weniger aus einem extrem hohen Insektenanteil.

Unterm Strich:
Ja, im Vergleich zu einem klassischen Rind- oder Geflügel-lastigen Trockenfutter ist InsectDog Sensitive wahrscheinlich ökologisch im Vorteil, vor allem durch den Verzicht auf konventionelles Fleisch. Aber es bleibt ein industrielles Trockenfutter mit hohem Kohlenhydratanteil – kein grüner Heiligenschein, der alles andere ersetzt.

Kann so ein Futter dem Hund an etwas fehlen?

Als Alleinfuttermittel muss InsectDog Sensitive die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und sich in der Regel an den FEDIAF-Richtlinien orientieren. Zusammensetzung, Energiegehalt und die umfangreiche Vitamin- und Mineralstoffzugabe sprechen dafür, dass ein gesunder, erwachsener Hund damit grundsätzlich bedarfsdeckend versorgt wird.

Wichtige Punkte:

  • Proteinmenge und -qualität:
    20 % Rohprotein sind in Ordnung. Ein Teil kommt aus Insekten (tierisches Protein), ein Teil aus Reis/Kartoffeleiweiß. Für einen durchschnittlich aktiven Hund ist das in der Regel ausreichend.
  • Essentielle Nährstoffe:
    Durch Ergänzung von Vitaminen, Spurenelementen, Taurin und L-Carnitin ist das Futter ordentlich abgesichert.
  • Spezielle Fälle:
    Bei Hunden mit Nierenerkrankungen, starkem Übergewicht, Leistungssport oder komplexen Erkrankungen würde ich immer mit einer Tierärztin / einem Ernährungsberater abklären, ob dieses Futter im Einzelfall optimal ist.

Einen generellen „Mangel“ nur, weil keine klassischen Fleischsorten drin sind, kann man so nicht ableiten – Entscheidend ist die Nährstoffbilanz, und die sieht hier solide aus.

Pluspunkte
  • Sehr gute Akzeptanz bei meiner eher mäkeligen, sensiblen Hündin
  • Gute Verträglichkeit im Alltagstest (Kot, Bauch, Verhalten unauffällig).
  • Reizarmes, glutenfreies Monoprotein-Futter

    daher spannend für viele Allergiker und sensible Hunde.

  • Durchdachte Zugabe von präbiotischen Komponenten (Hefe, Inulin, Flohsamenschalen) und sinnvollen Zusatzstoffen
  • Nachhaltigkeitsansatz mit Insektenprotein und Klimaprojekten

    kein Greenwashing-Gefühl auf den ersten Blick

  • Praktische, gut lesbare Verpackung, Wiederverschluss, QR-Code zum Futterrechner.
Minuspunkte
  • Sehr hoher Reis- bzw. Kohlenhydratanteil (NFE um die 50 %).
  • Nur 15 % Insekten – wer sich voll Insektenpower erhofft, bekommt eher Reis mit Insekten.
  • Öle und Fette könnten transparenter deklariert sein.
  • Protein- und Fettgehalt sind solide, aber nicht überragend

    für sehr aktive oder sportliche Hunde wäre mir das auf Dauer vielleicht zu zahm

Für wen passt InsectDog Sensitive – und für wen eher nicht?

Gut geeignet für:

  • Hunde mit sensibler Verdauung oder leichtem Allergie-Verdacht, bei denen man eine alternative Proteinquelle ausprobieren möchte.
  • Halter, denen Nachhaltigkeit wichtig ist, die aber ein praktisches Trockenfutter möchten.
  • Hunde mit normalem Aktivitätsniveau, die mit einem moderaten Protein- und Fettgehalt gut klarkommen.
  • Picky Dogs – wenn sie es fressen, ist das schon die halbe Miete, und bei Ylvie hat es hier klar gepunktet.

Eher weniger geeignet für:

  • Hunde, die sehr proteinreich oder getreidefrei ernährt werden sollen (z. B. sportliche Hunde, bestimmte Gesundheitskonzepte).
  • Halter, die Wert darauf legen, dass ihr Hund klassisches Fleisch im Futter hat.
  • Diabetiker oder Hunde, bei denen der Tierarzt eine sehr strenge Kohlenhydratbegrenzung gefordert hat (dann lieber individuell Rücksprache halten).

Fazit

Für Ylvie und mich ist InsectDog Sensitive unterm Strich eine positive Überraschung:

  • Sie frisst es mit Begeisterung.
  • Sie verträgt es gut.
  • Die Rezeptur ist aus ernährungsphysiologischer Sicht durchdacht, wenn auch recht kohlenhydratlastig.
  • Der Nachhaltigkeitsansatz ist ehrlich gesagt einer der besseren am Markt – ohne dass man dafür gleich das Doppelte zahlt.

Ich würde das Futter als solides, gut konzipiertes Spezialfutter im mittleren bis gehobenen Qualitätssegment einordnen – mit klaren Stärken bei Verträglichkeit und Nachhaltigkeitsidee, aber auch mit nachvollziehbaren Kritikpunkten beim hohen Reisanteil und der eher knappen Insektenquote.

Für Ylvie bleibt es im Napf – und für dich könnte es ein spannender Kandidat sein, wenn du dich an Insekten im Hundefutter heranwagen möchtest.