Was ist Carboxymethylcellulose?
CMC ist ein Derivat von Cellulose, einem pflanzlichen Stoff, der aus Zucker besteht. CMC entsteht, wenn man Cellulose mit Natronlauge und Chloressigsäure behandelt. Dabei werden einige Hydroxygruppen der Cellulose durch Carboxymethyl-Gruppen (–CH2–COOH) ersetzt. Das Ergebnis ist eine gelartige Substanz, die sich je nach Substitutionsgrad in Wasser oder alkalischen Lösungen lösen lässt.
CMC hat die E-Nummer E 466 und ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Es wird vor allem in Süßwaren, Speiseeis, Käsezubereitungen oder Kuchenfüllungen verwendet, um ihnen eine glatte oder cremige Konsistenz zu verleihen. Außerdem wird CMC in der Textilindustrie, in Waschmitteln, in Papierprodukten oder in Bohrspülungen eingesetzt.
Wie wirkt Carboxymethylcellulose auf Hunde?
CMC gilt als gesundheitlich unbedenklich für Menschen und Tiere. Es hat keine bekannten Nebenwirkungen oder Toxizität und wird vom Körper nicht aufgenommen oder verstoffwechselt. Es wird einfach unverändert wieder ausgeschieden.
Allerdings gibt es einige Studien, die darauf hinweisen, dass CMC die Schleimbarriere im Darm von Säugetieren schwächen könnte. Die Schleimbarriere schützt die Darmschleimhaut vor dem Kontakt mit dem Darminhalt und verhindert so Entzündungen oder Infektionen. Bei Mäusen ohne IL-10-Gen, einem Gen, das an der Immunregulation beteiligt ist, führte CMC im Futter zu einer bakteriellen Überwucherung der Darmschleimhaut und zu Entzündungszeichen ähnlich dem Morbus Crohn. Auch bei speziell empfindlichen Mäusen verstärkte CMC die Symptome einer Dickdarmentzündung.
Beim Menschen wurden solche Effekte bisher nicht nachgewiesen, aber es ist möglich, dass CMC bei manchen Personen zu Verdauungsbeschwerden oder Unverträglichkeiten führen könnte. Ob das auch für Hunde gilt, ist noch nicht ausreichend erforscht. Daher sollte man vorsichtig sein, wenn man seinem Hund Produkte mit CMC gibt, vor allem wenn er schon eine Vorerkrankung des Darms hat.