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Wüstenrose

(Weitergeleitet von Adenium)
Eine Darstellung von Adenium

Die Wüstenrose (Adenium obesum) ist eine exotische Zimmerpflanze, die mit ihren rosa Blüten und ihrem dicken Stamm viele Pflanzenfreunde begeistert. Doch Vorsicht: Die Wüstenrose gehört zu den Hundsgiftgewächsen und enthält einen weißen Milchsaft, der für Hunde sehr gefährlich sein kann.

Was ist Wüstenrose?

Die Wüstenrose ist eine Pflanzengattung, die in Teilen Afrikas sowie auf der arabischen Halbinsel zu finden ist. Sie wächst dort in trockenen Gebieten und speichert Wasser in ihrem verdickten Stamm, der auch als Caudex bezeichnet wird. Die Blätter sind grün, lanzettlich und wechselständig angeordnet. Die Blüten sind groß, trompetenförmig und meist rosa oder rot gefärbt. Die Wüstenrose blüht von April bis September und kann bis zu zwei Meter hoch werden.

Warum ist Wüstenrose giftig für Hunde?

Die Wüstenrose enthält unter anderem Cardenolide und Honghelin, die zu den Herzglykosiden gehören. Diese Stoffe wirken auf das Herz-Kreislauf-System und können bei Hunden zu schweren Vergiftungen führen. Der giftige Milchsaft tritt aus, wenn die Pflanze verletzt wird, zum Beispiel beim Umtopfen oder Beschneiden. Wenn ein Hund an der Pflanze knabbert oder den Milchsaft leckt, kann er die Giftstoffe aufnehmen.

Welche Symptome zeigen sich bei einer Vergiftung?

Die Symptome einer Vergiftung durch Wüstenrose können je nach Menge und Art der Aufnahme variieren. Mögliche Anzeichen sind:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Reizungen der Schleimhäute
  • Magen- und Darmkrämpfe
  • Herzrhythmusstörungen
  • Atemnot
  • Kollaps
  • Herzstillstand

Die Symptome können sich schnell oder verzögert zeigen, je nachdem wie schnell die Giftstoffe ins Blut gelangen.

Was tun, wenn der Hund Wüstenrose gefressen hat?

Wenn der Hund Wüstenrose gefressen hat oder Kontakt mit dem Milchsaft hatte, sollte man sofort einen Tierarzt aufsuchen. Es gibt kein spezifisches Gegenmittel für die Vergiftung durch Wüstenrose, daher muss der Tierarzt eine symptomatische Behandlung durchführen. Dazu gehören:

  • Magenspülung
  • Aktivkohle
  • Infusionen
  • Medikamente zur Stabilisierung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Sauerstofftherapie

Je schneller die Behandlung erfolgt, desto besser sind die Chancen für den Hund.

Wie kann man eine Vergiftung vorbeugen?

Die beste Vorbeugung ist, die Wüstenrose aus dem Haushalt zu entfernen oder so aufzustellen, dass der Hund nicht an sie herankommt. Man sollte auch darauf achten, dass beim Umtopfen oder Beschneiden der Pflanze kein Milchsaft austritt oder dass man ihn sofort entfernt. Wenn man mit dem Hund spazieren geht, sollte man ihn von wild wachsenden Wüstenrosen fernhalten. Man sollte auch immer ein Auge auf den Hund haben und ihn beobachten, ob er Anzeichen einer Vergiftung zeigt.

 

Die Wüstenrose ist eine schöne, aber giftige Pflanze für Hunde. Sie enthält Herzglykoside, die zu schweren Vergiftungen führen können. Wenn der Hund an der Pflanze knabbert oder den Milchsaft leckt, sollte man sofort einen Tierarzt aufsuchen. Um eine Vergiftung zu vermeiden, sollte man die Wüstenrose aus dem Haushalt entfernen oder unzugänglich machen.


Erfahre noch mehr über Adenium

Wenn du bei deinem Hund Anzeichen einer Überempfindlichkeit oder einer Vergiftung feststellst, solltest du sofort Ihren Tierarzt aufsuchen. Wir sind kein Ersatz für einen Tierarzt, aber wir versuchen, so genau wie möglich zu sein. Jeder Hund reagiert anders, und wir empfehlen dir, im Zweifelsfall eine zweite Meinung einzuholen oder deinen Tierarzt zu konsultieren.

Bleib gesund und pass gut auf deinen Vierbeiner auf! 😊