Was ist Aktivkohle und wie wirkt sie?
Aktivkohle wird aus Holz, Kokosnussschalen, Knochen oder anderen organischen Stoffen hergestellt. Diese werden erhitzt und mit Sauerstoff oder Wasserdampf behandelt, um kleine Poren zu erzeugen. Dadurch entsteht eine sehr große Oberfläche, an der sich andere Moleküle anlagern können. Diesen Vorgang nennt man Adsorption.
Aktivkohle kann verschiedene Schadstoffe wie Medikamente, Pflanzenschutzmittel, Schwermetalle oder Alkohol adsorbieren. So verhindert sie, dass diese in den Blutkreislauf gelangen und Schaden anrichten. Darüber hinaus kann Aktivkohle auch Bakterien oder Gase binden und so bei Magen-Darm-Beschwerden helfen.
Wann sollte Aktivkohle bei Hunden eingesetzt werden?
Aktivkohle kann bei Hunden vor allem bei Vergiftungen eingesetzt werden.
Wenn dein Hund etwas gefressen hat, was er nicht hätte fressen sollen (zum Beispiel Schokolade, Rattengift oder Weintrauben), solltest du so schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen. Der Tierarzt kann dir dann sagen, ob du deinem Hund Aktivkohle geben sollst oder nicht.
Aber auch wenn dein Hund zu viel gefressen hat oder Lebensmittel dabei waren, die er normalerweise nicht frisst (z.B. fettige Speisen oder Süßigkeiten), kann sein Verdauungssystem gestört sein. Auch in diesen Fällen kannst du ihm etwas Aktivkohle geben. Das schützt seine Darmflora und verhindert, dass er zu viel Fett oder Zucker aufnimmt.
Wie wird Aktivkohle für Hunde dosiert?
Die richtige Dosierung von Aktivkohle für deinen Hund hängt von seinem Gewicht ab.
Als Faustregel gilt:
1 Gramm Aktivkohle pro Kilogramm Körpergewicht.
Beachte aber unbedingt die Angaben auf der Packung und frage deinen Tierarzt.
Du kannst deinem Hund Aktivkohle in Tablettenform (zerkleinert), in flüssiger Form (aufgelöst) oder in Pulverform (mit Wasser vermischt) geben. Am besten gibst du ihm die Aktivkohle so schnell wie möglich, nachdem er die giftige Substanz gefressen hat. Du kannst auch mehrere Dosen im Abstand von einigen Stunden verabreichen.
Welche Vorteile hat Aktivkohle für Hunde?
Aktivkohle hat mehrere Vorteile für deinen Hund:
- Sie kann bei Vergiftungen lebensrettend sein.
- Sie kann Magen-Darm-Beschwerden lindern.
- Sie ist natürlich und ungefährlich.
- Sie ist leicht erhältlich und kostengünstig.
Welche Nachteile hat Aktivkohle für Hunde?
Aktivkohle hat für Hunde auch einige Nachteile:
- Sie kann nicht alle Giftstoffe binden (z. B. Eisen oder Lithium).
- Sie kann auch nützliche Stoffe binden (z. B. Vitamine oder Medikamente).
- Sie kann Verstopfung verursachen.
- Sie kann den Kot schwarz färben.