Essentielle und nicht-essentielle Aminosäuren
Nicht alle Aminosäuren kann dein Hund selbst herstellen. Es gibt 10 essentielle Aminosäuren, die er mit der Nahrung aufnehmen muss: Arginin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin. Für Katzen ist außerdem noch Taurin essentiell. Die restlichen 10 Aminosäuren sind nicht-essentiell, das heißt dein Hund kann sie aus anderen Aminosäuren oder Nährstoffen bilden: Alanin, Asparaginsäure, Cystein, Glutamin, Glutaminsäure, Glycin, Prolin, Serin, Tyrosin und Asparaginsäure.
Vorteile von Aminosäuren für Hunde
Aminosäuren haben viele positive Effekte auf die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Hundes. Sie können zum Beispiel:
- Die Muskelmasse erhalten oder erhöhen
- Die Wundheilung fördern
- Das Fell glänzend und gesund halten
- Die Verdauung verbessern
- Die Abwehrkräfte stärken
- Den Stressabbau unterstützen
- Das Alterungsprozess verlangsamen
Nachteile von Aminosäuren für Hunde
Auch wenn Aminosäuren lebenswichtig sind für deinen Hund, kann es zu Problemen kommen, wenn er zu viel oder zu wenig davon bekommt. Zu wenig Aminosäuren können zu Mangelerscheinungen wie Schwäche, Haarausfall, Infektionsanfälligkeit oder Wachstumsstörungen führen. Zu viel Aminosäuren können zu Übergewicht, Leber- oder Nierenschädigung führen. Daher ist es wichtig, dass du deinem Hund ein ausgewogenes Futter gibst, das seinen Bedarf an hochwertigen Proteinen deckt.
Wie du den Proteinbedarf deines Hundes ermittelst
Der Proteinbedarf deines Hundes hängt von verschiedenen Faktoren ab wie seinem Alter, Gewicht, Aktivitätslevel oder Gesundheitszustand. Im Allgemeinen gilt: Je jünger und aktiver dein Hund ist, desto mehr Protein braucht er. Ältere oder kranke Hunde haben einen geringeren Bedarf an Protein. Du kannst dich an folgenden Richtwerten orientieren:
- Welpen: 22 bis 32 Prozent Protein im Trockenfutter
- Ausgewachsene Hunde: 18 bis 25 Prozent Protein im Trockenfutter
- Senioren: 14 bis 21 Prozent Protein im Trockenfutter
Diese Werte können je nach Futterart variieren. Du solltest immer auf die Angaben des Herstellers achten und dich bei Unsicherheiten an deinen Tierarzt wenden.
Welche Proteinquellen sind gut für Hunde?
Es gibt verschiedene Proteinquellen für Hunde wie Fleisch, Fisch, Eier oder Milchprodukte. Aber nicht alle Proteine sind gleichwertig. Die Qualität eines Proteins wird durch seine Verdaulichkeit und sein Aminosäuren-Profil bestimmt. Das bedeutet: Wie gut kann dein Hund das Protein verwerten und wie viele essentielle Aminosäuren enthält es? Je höher die Verdaulichkeit und je mehr essentielle Aminosäuren ein Protein hat, desto besser ist es für deinen Hund.
Die biologische Wertigkeit eines Proteins gibt an, wie gut es in körpereigenes Protein umgewandelt werden kann. Tierische Proteine haben meist eine höhere biologische Wertigkeit als pflanzliche Proteine. Das liegt daran, dass sie den körpereigenen Proteinen deines Hundes ähnlicher sind als pflanzliche Proteine.
Zu den tierischen Proteinquellen gehören Muskelfleisch, Organe, Eier und Milchprodukte. Zu den pflanzlichen Proteinquellen gehören Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen. Du solltest darauf achten, dass dein Hund verschiedene Proteinquellen bekommt, um eine optimale Versorgung mit allen Aminosäuren zu gewährleisten.