Was ist Arachidonsäure?
Arachidonsäure ist eine vierfach ungesättigte Fettsäure, das heißt sie hat vier Doppelbindungen zwischen den Kohlenstoffatomen. Sie gehört zu den Omega-6-Fettsäuren, die zu den essentiellen Fettsäuren zählen. Das bedeutet, dass der Körper sie nicht selbst herstellen kann und auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen ist.
Arachidonsäure dient als Ausgangspunkt für die Bildung von Eicosanoiden der Serie 2. Eicosanoide sind Gewebshormone, die verschiedene Wirkungen im Körper haben. Sie können zum Beispiel Entzündungen fördern oder hemmen, das Immunsystem beeinflussen oder die Blutgefäße verengen oder erweitern.
Wo kommt Arachidonsäure vor?
Arachidonsäure kommt vor allem in tierischen Lebensmitteln vor. Besonders hohe Mengen finden sich in Eigelb, Innereien wie Leber oder Niere und fettem Fleisch wie Schwein oder Lamm. Auch Fischöl enthält Arachidonsäure.
Pflanzliche Lebensmittel enthalten kaum Arachidonsäure. Allerdings können Hunde (und Menschen) aus einer anderen Omega-6-Fettsäure namens Linolsäure Arachidonsäure bilden. Linolsäure kommt zum Beispiel in Sonnenblumenöl oder Maiskeimöl vor.
Wie viel Arachidonsäure braucht dein Hund?
Es gibt keine genaue Empfehlung für die optimale Menge an Arachidonsäure für Hunde. Allerdings sollte das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren ausgewogen sein. Omega-3-Fettsäuren sind ebenfalls essentielle Fettsäuren, die entzündungshemmende und gefäßweitende Eicosanoide bilden. Sie kommen vor allem in Fischöl und Leinöl vor.
Ein gutes Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren liegt zwischen 5:1 und 10:1. Das bedeutet, dass du deinem Hund etwa fünf bis zehn Mal so viel Omega-6-Fettsäuren wie Omega-3-Fettsäuren füttern solltest. Das kannst du zum Beispiel erreichen, indem du deinem Hund regelmäßig Fischöl oder Leinöl als Nahrungsergänzung gibst.
Die Richtlinie für die Gesamtmenge an Fett in der Rohfütterung liegt bei etwa 50 mg pro Tag und Kilo Körpergewicht. Das entspricht etwa 10 bis 15 Prozent des Energiebedarfs deines Hundes. Dabei solltest du darauf achten, dass du deinem Hund sowohl tierische als auch pflanzliche Fette fütterst.
Welche Vorteile hat Arachidonsäure?
Arachidonsäure ist für die Gesundheit deines Hundes unverzichtbar. Sie ist an vielen wichtigen Prozessen im Körper beteiligt, wie zum Beispiel:
- der Regulation des Blutdrucks
- der Blutgerinnung
- der Wundheilung
- der Abwehr von Krankheitserregern
- der Fortpflanzung
Außerdem kann Arachidonsäure die Gehirnfunktion und das Lernen fördern.
Welche Nachteile hat Arachidonsäure?
Arachidonsäure kann aber auch negative Effekte haben, wenn sie im Übermaß vorhanden ist oder das Gleichgewicht zu den Omega-3-Fettsäuren gestört ist. Zu viel Arachidonsäure kann zum Beispiel:
- Entzündungen verstärken
- Schmerzen erhöhen
- Allergien auslösen
- das Immunsystem schwächen
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen
Deshalb solltest du darauf achten, dass du deinem Hund nicht zu viel Arachidonsäure fütterst und ihm genügend Omega-3-Fettsäuren zuführst.