Für Menschen ist Xylit unbedenklich, aber für Hunde kann er lebensgefährlich sein. Warum ist das so und was sollte man tun, wenn der Hund Xylit gefressen hat?
Wie wirkt Xylit auf Hunde?
Bei Hunden bewirkt Xylit eine starke Ausschüttung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse. Insulin ist ein Hormon, das den Blutzuckerspiegel reguliert. Wenn zu viel Insulin ausgeschüttet wird, sinkt der Blutzuckerspiegel zu stark ab und es kommt zu einer Unterzuckerung (Hypoglykämie). Dies kann zu schweren Symptomen wie Schwäche, Zittern, Krampfanfällen oder Bewusstlosigkeit führen.
Zudem kann Xylit die Leber von Hunden schädigen und zu einem akuten Leberversagen führen. Dies kann sich durch Erbrechen, Durchfall, Gelbsucht oder Blutungen äußern.
Wie viel Xylit ist für Hunde giftig?
Die giftige Dosis von Xylit für Hunde liegt bei etwa 0,1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Das heißt, schon ein kleines Stück Schokolade oder ein Kaugummi mit Birkenzucker kann für einen kleinen Hund tödlich sein.
Was sollte man tun, wenn der Hund Xylit gefressen hat?
Wenn man vermutet oder beobachtet hat, dass der Hund etwas mit Xylit gefressen hat, sollte man sofort einen Tierarzt aufsuchen. Je schneller die Behandlung erfolgt, desto besser sind die Überlebenschancen.
Der Tierarzt wird versuchen, den Hund zum Erbrechen zu bringen oder ihm Aktivkohle zu verabreichen. Dies soll verhindern, dass mehr Xylit in den Blutkreislauf gelangt. Außerdem wird er den Blutzuckerspiegel und die Leberwerte überwachen und gegebenenfalls Infusionen oder Medikamente verabreichen.
Wie kann man eine Vergiftung mit Xylit vorbeugen?
Die beste Vorbeugung ist es natürlich, keine Lebensmittel mit Xylit im Haus zu haben oder sie zumindest außerhalb der Reichweite des Hundes aufzubewahren. Man sollte auch darauf achten, was man dem Hund als Leckerli gibt und immer die Zutatenliste überprüfen. Wenn man unsicher ist, ob ein Produkt Xylit enthält, sollte man es lieber nicht dem Hund geben.