Was ist Arnika?
Arnika (Arnica montana) ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler, die vor allem in den Alpen und anderen Gebirgsregionen Europas vorkommt. Sie hat große gelbe Blütenköpfe, die im Sommer blühen und einen angenehmen Duft verströmen. Die Blüten enthalten verschiedene Wirkstoffe wie Flavonoide, Sesquiterpenlactone und ätherische Öle.
Wie wirkt Arnika?
Arnika hat eine entzündungshemmende, schmerzlindernde und durchblutungsfördernde Wirkung. Sie kann bei verschiedenen Beschwerden helfen, wie zum Beispiel:
- Prellungen
- Verstauchungen
- Zerrungen
- Muskelkater
- Blutergüssen
- Schwellungen
- Hautausschlägen
Wie wendet man Arnika an?
Arnika sollte nur äußerlich angewandt werden. Das heißt, du kannst deinem Hund keine Arnikatabletten oder -tropfen geben. Das könnte nämlich zu schweren Vergiftungserscheinungen führen. Außerdem steht die Pflanze unter Naturschutz und darf nicht gesammelt werden.
Die einfachste Art der Anwendung ist ein Arnikagel oder eine Arnikasalbe. Diese kannst du in der Apotheke oder im Reformhaus kaufen. Du trägst das Gel oder die Salbe auf die betroffene Stelle auf und massierst es sanft ein. Du kannst das mehrmals am Tag wiederholen.
Eine andere Möglichkeit ist ein Arnikaaufguss oder eine Arnikatinktur. Dazu übergießt du getrocknete Arnikablüten mit kochendem Wasser oder Alkohol und lässt sie ziehen. Dann tauchst du einen Lappen oder eine Kompresse in die Flüssigkeit und legst sie auf die verletzte Stelle. Auch hier kannst du das mehrmals am Tag machen.
Was sind die Vorteile von Arnika?
Der größte Vorteil von Arnika ist, dass es sich um ein natürliches Mittel handelt, das keine chemischen Zusätze enthält. Es kann deinem Hund helfen, schneller zu heilen und Schmerzen zu lindern. Außerdem hat es keine bekannten Nebenwirkungen bei richtiger Anwendung.
Was sind die Nachteile von Arnika?
Der größte Nachteil von Arnika ist, dass es sehr giftig ist bei innerer Anwendung oder Überdosierung. Deshalb solltest du immer darauf achten, dass dein Hund nicht an dem Gel oder der Salbe leckt oder an den Blüten knabbert. Wenn dein Hund Anzeichen einer Vergiftung zeigt (wie Erbrechen, Durchfall, Krämpfe oder Atemnot), solltest du sofort einen Tierarzt aufsuchen.
Ein weiterer Nachteil ist, dass Arnika nicht für alle Hunde geeignet ist. Zum Beispiel solltest du kein Arnika verwenden bei:
- Allergien gegen Korbblütler
- Offenen Wunden
- Infektionen
- Schwangerschaft
- Gerinnungsstörungen
Wenn du dir unsicher bist, ob dein Hund Arnika verträgt oder ob er eine andere Erkrankung hat, solltest du immer erst deinen Tierarzt um Rat fragen.
Wie kannst du Arnika für deinen Hund besorgen?
Wie schon erwähnt, steht die Arnikapflanze unter Naturschutz und darf nicht gesammelt werden. Außerdem besteht die Gefahr, dass du sie mit einer anderen Pflanze verwechselst. Deshalb solltest du Arnika nur in Form von Fertigprodukten kaufen, die du in der Apotheke oder im Reformhaus findest. Dort kannst du auch nach der richtigen Dosierung und Potenz fragen.
Du kannst auch online nach Arnikaprodukten für Hunde suchen. Es gibt verschiedene Anbieter, die spezielle Gels oder Salben für Hunde anbieten. Achte aber darauf, dass du nur von seriösen Seiten bestellst und dass die Produkte geprüft und zertifiziert sind.
Was sind die Alternativen zu Arnika?
Wenn du kein Arnika für deinen Hund verwenden möchtest oder kannst, gibt es auch andere Möglichkeiten, ihm zu helfen. Zum Beispiel kannst du:
- Kühlpacks oder Eisbeutel auf die verletzte Stelle legen
- Die verletzte Stelle hochlagern
- Deinem Hund Schmerzmittel geben (aber nur nach Absprache mit dem Tierarzt)
- Deinem Hund andere homöopathische Mittel geben (wie Calendula oder Traumeel)
- Deinem Hund eine Massage oder Physiotherapie gönnen